Watchlist Internet warnt vor Geldwäsche-Betrug mittels Job-Angeboten

veröffentlicht am 11.03.2026

Warum Sie vor allem auf TikTok, Instagram und Co. besonders achtsam sein sollten

Aktuell häufen sich die Meldungen zu unseriösen Jobangeboten in den sozialen Netzwerken. Was tatsächlich dahinter steckt, ist nicht vielen bewusst. In zahlreichen Fällen geht es darum, sogenannte „Money Mules“ zu rekrutieren – also Personen, die bewusst oder unbewusst bei der Geldwäsche helfen.

So funktioniert die Betrugsmasche

Interessierte werden meist direkt über soziale Netzwerke oder Messenger kontaktiert. Die angeblichen Arbeitgeber:innen versprechen einfache Tätigkeiten, wie z.B. das Weiterleiten von Geldbeträgen, das Empfangen von Zahlungen über das eigene Bankkonto oder das Umwandeln von Geld in Kryptowährungen.

In Wahrheit handelt es sich dabei um Geld aus kriminellen Aktivitäten, etwa aus Betrug oder anderen Straftaten. Die angeworbenen Personen dienen lediglich als Zwischenstation, über deren Konten die Gelder verschoben werden. Für die Täter:innen hat das einen entscheidenden Vorteil: Die eigentlichen Drahtzieher:innen bleiben im Hintergrund, während die Geldströme über die Konten der angeworbenen Personen laufen.

Viele Betroffene erkennen erst (zu) spät, dass sie Teil einer illegalen Struktur geworden sind. Dabei ist wichtig zu wissen: Auch wer unwissentlich Geld weiterleitet, kann sich strafbar machen. Hierzulande können bei Beteiligung an Geldwäsche Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen drohen.

Das erste Warnzeichen: zu gut, um wahr zu sein

Ein typisches Merkmal solcher Betrugsangebote ist, dass sie unrealistisch attraktiv erscheinen. Versprochen werden etwa hohe Einnahmen bei minimalem Arbeitsaufwand, flexible Arbeitszeiten oder Tätigkeiten ohne jegliche Qualifikation.

Besonders skeptisch sollten Sie sein, wenn:

  • Sie direkt über Messenger-Dienste kontaktiert werden
  •  die Tätigkeit hauptsächlich aus Geldtransfers besteht
  • Sie Ihr eigenes Bankkonto oder neu eröffnete Konten verwenden sollen
  • Ausweiskopien oder persönliche Dokumente verlangt werden

Spätestens wenn verlangt wird, dass Sie Geld über das eigene Konto weiterleiten, sollten Sie den Kontakt sofort abbrechen.

Was Betroffene tun sollten

Wenn Sie ein solches Angebot erhalten, dann gehen Sie gar nicht darauf ein und beenden Sie umgehend den Kontakt. Außerdem empfiehlt es sich, verdächtige Profile zu melden und – falls bereits Geld geflossen ist – unverzüglich Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Weitere Informationen und aktuelle Warnungen zu dieser Betrugsmasche finden Sie hier auf der Seite der Watchlist Internet. 

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