Studie: Wie digitale Medien den Alltag Jugendlicher prägen
veröffentlicht am 21.01.2026
Die 9. Oö. Jugend-Medien-Studie 2025 der Education Group beleuchtet Chancen und Risiken digitaler Medien im Leben junger Menschen.
Wie die Ergebnisse zeigen, sind Online-Games und soziale Netzwerke fixer Bestandteil des Alltags von Jugendlichen und beeinflussen Beziehungen, Wohlbefinden und Verhalten zunehmend. Online-Gaming dient dabei nicht nur der Unterhaltung, sondern auch als sozialer Treffpunkt und Rückzugsraum. Persönliche Begegnungen bleiben wichtig, verlieren jedoch im Vergleich zu digitalen Kontakten an Zeitanteil.
Smartphone als Schaltzentrale des Alltags
Das Smartphone ist das wichtigste Medium für Jugendliche. Kommunikation, Unterhaltung, Information und Kreativität bündeln sich in einem Gerät. Auch Eltern erkennen diese zentrale Bedeutung. Klassische Medien verlieren weiter an Relevanz. Damit steigt jedoch die Abhängigkeit von Plattformen, Apps und Geschäftsmodellen, die auf Aufmerksamkeit und Konsum ausgerichtet sind.
Social Media kritisch betrachtet
Soziale Netzwerke werden intensiv genutzt, sind aber nicht ausschließlich positiv besetzt. Viele Jugendliche berichten von negativen Erfahrungen wie Beleidigungen oder falschen Behauptungen und sprechen darüber nicht immer mit ihren Eltern. Erwachsene nehmen diese Risiken besonders deutlich wahr und fordern verstärkt präventive und begleitende Maßnahmen.
Influencer:innen und KI: Neue Vorbilder, neue Verantwortung
Rund zwei Drittel der Jugendlichen folgen Influencer:innen, die Trends, Werte und Konsumentscheidungen prägen. Pädagog:innen erkennen diese Bedeutung und greifen entsprechende Themen zunehmend im Unterricht auf.
Ebenfalls im Unterricht angekommen ist Künstliche Intelligenz, vor allem zur Recherche und Begriffsklärung. Eltern wünschen sich hier klare Regeln und Orientierung für einen verantwortungsvollen Umgang.
Medienkompetenz wichtiger denn je
Die Ergebnisse der Studie machen deutlich: Medienkompetenz ist entscheidend, um junge Menschen zu schützen und zu stärken. Kritisches Denken, Wissen über digitale Geschäftsmodelle und der sichere Umgang mit Online-Angeboten gewinnen für Jugendliche, Eltern und Pädagog:innen gleichermaßen an Bedeutung.
Wie wurde die Studie durchgeführt?
Die Studie untersucht die Mediennutzung und den Medienumgang von Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren. 2025 lag der Schwerpunkt auf dem Thema Online-Spiele.
Um ein umfassendes Bild zu erhalten, wurden neben Jugendlichen auch Erziehungsberechtigte sowie Pädagog:innen befragt. Die Befragungen fanden im Frühjahr und Sommer 2025 statt und wurden vom market Institut im Auftrag der Education Group durchgeführt.
Die gesamte Studie kann hier abgerufen werden.