Safer Internet Day: Neue Broschüre „Bildschirmfrei von Null bis Drei“

veröffentlicht am 10.02.2026

Elternratgeber für einen bewussten Umgang mit digitalen Geräten bei Babys und Kleinkindern

Der 10. Februar steht ganz im Zeichen des Safer Internet Day und macht deutlich, wie wichtig ein bewusster Umgang mit digitalen Medien entlang der gesamten Kindheit ist. Ein neues und zentrales Angebot dazu ist die Elternbroschüre „Bildschirmfrei von Null bis Drei“, die sich gezielt an Eltern und Bezugspersonen von Babys und Kleinkindern richtet.

Frühe Kindheit braucht Nähe statt Bildschirm

In den ersten drei Lebensjahren entdecken Kinder die Welt mit allen Sinnen. Sie lernen durch echte Begegnungen, Blickkontakt, Sprache und Berührung. Digitale Medien können diese Erfahrungen nicht ersetzen – im Gegenteil: Schon kurze Bildschirmzeiten oder abgelenkte Bezugspersonen können Stress auslösen und die Entwicklung beeinträchtigen.

Die Broschüre setzt daher noch vor der eigenen Mediennutzung von Kindern an und sensibilisiert Erziehungsberechtigte für ihre wichtige Vorbildrolle. Sie wurde in Kooperation mit Saferinternet.at erarbeitet und vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) gefördert.

10 praxisnahe Tipps für einen bildschirmarmen Familienalltag

Die Broschüre enthält zehn alltagstaugliche Empfehlungen, die leicht umsetzbar sind und Familien dabei unterstützen, bewusste medienfreie Räume zu schaffen. Dazu zählen unter anderem:

  • ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Smartphone,
  • medienfreie Zeiten und Rituale im Alltag,
  • gemeinsame Mahlzeiten ohne Bildschirm,
  • viel direkte Ansprache und Blickkontakt,
  • ein sensibler Umgang mit Fotos, Videos und Privatsphäre
  • sowie klare Regeln im Zusammenleben mit älteren Geschwistern und bei Videotelefonaten.
Die Broschüre „Bildschirmfrei von Null bis Drei“ steht hier kostenlos als PDF zum Download zur Verfügung und kann auch als Printversion bestellt werden.


Frühe Medienbildung als Grundlage für späteren Umgang

Wie relevant eine frühe Orientierung im Umgang mit digitalen Technologien ist, zeigt auch eine aktuelle Studie von Saferinternet.at. Sie macht deutlich, dass Künstliche Intelligenz – etwa in Form von KI-Chatbots – für Jugendliche längst zum Alltag gehört: 94 % der 11- bis 17-Jährigen nutzen entsprechende Tools, oft auch für persönliche Fragen.

Risiken werden dabei häufig unterschätzt, während gleichzeitig der Wunsch nach mehr Bildung und Altersgrenzen vorhanden ist. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, Medien- und Digitalkompetenz früh und altersgerecht aufzubauen.

Weiterführende Informationen zur Studie können Sie hier abrufen.

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