Muttermilch-Monitoring 2023+

veröffentlicht am 10.04.2026

Aktuelle Ergebnisse über Metalle und Spurenelemente in der Muttermilch

Baby wird mit Fläschchen gefüttert, © Bild von Sarah Chai auf Pexels.com

Eine aktuelle landesweite Untersuchung hat Muttermilch auf Metalle und essenzielle Spurenelemente analysiert. Die Ergebnisse zeigen insgesamt unauffällige bis niedrige Belastungen. Gleichzeitig verdeutlicht die Studie, dass die Analyse von Muttermilch nicht nur die Exposition von Säuglingen widerspiegelt, sondern auch Rückschlüsse auf die Belastung der Mütter – etwa durch Ernährung oder Umwelt – ermöglicht.  Die Befunde unterstreichen zugleich die Bedeutung eines laufenden behördlichen Monitorings zum Schutz von Säuglingen und zur Information stillender Frauen. 

Warum das Muttermilch-Monitoring wichtig ist

Muttermilch ist für Säuglinge die beste und natürlichste Nahrungsquelle. Gerade deshalb ist es wichtig, mögliche Belastungen mit Schadstoffen nicht nur punktuell, sondern regelmäßig zu beobachten. Denn auch wenn in Muttermilch Spuren von Metallen vorkommen können, bedeutet das nicht automatisch ein gesundheitliches Risiko. Entscheidend ist, die tatsächliche Exposition realistisch einzuschätzen und Entwicklungen über längere Zeit zu beobachten.

Wie die Untersuchung durchgeführt wurde

Im Rahmen des Projekts MUMIMOME wurden 150 Muttermilchproben aus den Jahren 2021 bis 2025 untersucht. Die Proben stammen von gesunden, stillenden Müttern ab 18 Jahren in Österreich und wurden über die Probenbank des Umweltbundesamtes bereitgestellt. Zusätzlich wurden Fragebogendaten erhoben, um mögliche Zusammenhänge zwischen den gemessenen Werten und Lebensstil- oder Ernährungsfaktoren besser auswerten zu können. Untersucht wurden sowohl Schwermetalle wie Aluminium, Arsen, Blei, Cadmium, Nickel und Quecksilber als auch essenzielle Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Zink oder Selen

Was die Ergebnisse bedeuten

Die Auswertung zeigt insgesamt ein eher beruhigendes Bild. Die Belastungen mit essenziellen Spurenelementen lagen grundsätzlich im erwartbaren Bereich, während bei den Schwermetallen zwar einzelne Nachweise vorlagen, die Werte aber überwiegend unter bedenklichen Konzentrationen blieben. Für einzelne Stoffe, etwa Aluminium, Blei, Nickel oder Quecksilber, wurden die Ergebnisse im Projekt detailliert bewertet, um die mögliche Aufnahme über die Muttermilch besser einschätzen zu können. Insgesamt bestätigt die Untersuchung, dass Muttermilch trotz vorhandener Hintergrundbelastungen weiterhin eine sichere und hochwertige Nahrungsquelle für Säuglinge bleibt. Gleichzeitig liefert sie Hinweise darauf, wie Ernährung und Lebensstil der Mütter deren Belastung beeinflussen können.

Welche Konsequenzen sich daraus ergeben

Die systematische Erhebung solcher Daten ist besonders wichtig und wertvoll, da sie die Grundlage für Risikovorsorge und zielgerichtete Information und Empfehlungen bildet. Das Monitoring ermöglicht es, Belastungen frühzeitig zu erkennen, wissenschaftlich zu bewerten und Empfehlungen besser zu kommunizieren. Dazu gehören etwa Hinweise zu einer abwechslungsreichen, bedarfsgerechten Ernährung in der Stillzeit und zu einem bewussten Umgang mit bestimmten Lebensmitteln, welche die Aufnahme einzelner Stoffe beeinflussen können.

Die Untersuchung liefert somit nicht nur ein aktuelles Bild der Situation, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag für künftige Maßnahmen zum Schutz von Müttern und Säuglingen, zur Förderung einer gesunden Ernährung in der Stillzeit  und zur Stärkung des Gesundheitsschutzes insgesamt. 

Weiterführende Informationen finden Sie hier auf der Webseite des Umweltbundesamtes.

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