Mitnahme lebender Tiere und tierischer Produkte im Osterreiseverkehr
veröffentlicht am 31.03.2026
Was Reisende beachten sollten
Rund um Ostern sind viele Menschen unterwegs, innerhalb Österreichs, in andere EU-Länder oder auch darüber hinaus. Dabei reisen häufig Haustiere mit oder es werden Lebensmittel wie Eier, Fleisch oder Käse als Mitbringsel transportiert. Was vielen nicht bewusst ist: Durch solche Reisen können gefährliche Tierkrankheiten nach Österreich eingeschleppt werden.
Besonders wichtig ist derzeit Vorsicht bei der Mitnahme lebender Tiere. In einigen Regionen in der Nähe der EU-Außengrenzen tritt Tollwut weiterhin vermehrt auf. Tollwut ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die auch für Menschen gefährlich ist. Immer wieder kommt es vor, dass Welpen aus dem Ausland nach Österreich mitgebracht werden. Davon wird dringend abgeraten. Gerade junge Tiere verfügen häufig nicht über einen ausreichenden Impfschutz. Informieren Sie sich zum illegalen Welpenhandel.
Werden infizierte Tiere nach Österreich eingeschleppt, sind umfangreiche Maßnahmen erforderlich, wie behördliche Abklärungen, Quarantäne oder weitere Schutzmaßnahmen für Kontaktpersonen und Tiere. Reisende sollten sich daher unbedingt vor Reiseantritt über die aktuellen Bestimmungen informieren.
Auch bei der Mitnahme tierischer Lebensmittel ist Vorsicht geboten. Fleisch, Milchprodukte oder ganze Tierkörper können Krankheitserreger enthalten und zur Verbreitung von Tierseuchen beitragen. Besonders in Teilen Südosteuropas treten derzeit Krankheiten bei kleinen Wiederkäuern auf, die durch den Transport infizierter Produkte weiterverbreitet werden können. Nehmen Sie daher zum Schutz der Tiergesundheit in Österreich keines solcher Produkte über die Grenze mit.
Aktuell ist zudem besondere Aufmerksamkeit wegen der Maul- und Klauenseuche erforderlich, die zuletzt unter anderem bei Tieren auf Zypern festgestellt wurde. Auch die Afrikanischen Schweinepest breitet sich in Teilen Europas weiter aus und wurde bereits in mehreren Ländern Mittel- und Osteuropas nachgewiesen, darunter Ungarn und Slowakei. Diese Tierseuchen stellen eine erhebliche Gefahr für Nutztiere dar und können große wirtschaftliche Schäden verursachen.
Viele dieser Krankheiten können auch indirekt über Lebensmittelreste oder mitgebrachte Fleischprodukte eingeschleppt werden. Deshalb ist es besonders wichtig, keine tierischen Produkte aus betroffenen Regionen nach Österreich mitzubringen.
Verbotene Produkte oder Tiere ohne gültige Dokumente dürfen nicht über die Grenze gebracht werden. Andernfalls müssen Reisende damit rechnen, dass diese an der Grenze abgenommen werden. Zusätzlich können Verwaltungsstrafen verhängt werden. In manchen Fällen kann auch eine Rückweisung oder Quarantäne eines Tieres erforderlich sein.
Vor Reisen über die Osterfeiertage empfiehlt es sich daher, sich rechtzeitig über die geltenden Einreisebestimmungen zu informieren und möglichst auf die Mitnahme lebender Tiere oder tierischer Produkte zu verzichten.