Heizkosten im Griff

veröffentlicht am 19.01.2026

Einfache Alltagsmaßnahmen für weniger Energieverbrauch und mehr Wohnkomfort

Mit wenigen Handgriffen und klugen Einstellungen lassen sich Heizkosten deutlich senken, ganz ohne neue Heizung. Die wichtigsten Tipps der Verbraucherzentrale Deutschland im Überblick. 

Raumtemperaturen gezielt senken  

Wer seine Thermostate richtig einstellt, spart sofort Geld, ohne auf Behaglichkeit verzichten zu müssen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt für Wohnzimmer meist rund 20 Grad, fürs Schlafzimmer etwas weniger und für selten genutzte Räume etwa 16 Grad – jedes Grad darunter erhöht das Schimmelrisiko, jedes Grad darüber treibt die Kosten. Schon eine Absenkung um ein Grad reduziert den Energieverbrauch um etwa 6 Prozent, was sich über eine ganze Heizperiode deutlich bemerkbar macht. Hilfreich sind programmierbare Thermostate, die nachts oder während der Arbeitszeit automatisch auf eine niedrigere Stufe schalten. So bleibt es angenehm warm, während unnötiges Dauerheizen vermieden wird.

Heizkörper frei, sauber und effizient halten 

Viele Wohnungen verschenken Heizleistung, weil Heizkörper verdeckt oder verschmutzt sind. Stehen Sofa, Vorhänge oder lange Möbel direkt vor den Heizflächen, staut sich die Wärme und verteilt sich schlechter im Raum, sodass länger und stärker geheizt werden muss. Die Verbraucherzentrale rät, Heizkörper freizuräumen, gegebenenfalls Verkleidungen zu öffnen und Staub regelmäßig zu entfernen, damit die Luft ungehindert zirkulieren kann. Ebenso wichtig ist das Entlüften: Gluckern oder nur teilweise warme Heizkörper deuten auf Luft in der Anlage hin, die mit einem Entlüftungsschlüssel abgelassen werden sollte. Danach arbeitet die Heizung effizienter, spart Energie und sorgt schneller für gleichmäßige Wärme.

Richtig lüften statt Wärme hinausheizen 

Lüften bleibt wichtig, aber die Art entscheidet, ob Heizenergie verloren geht oder sinnvoll genutzt wird. Die Verbraucherzentrale empfiehlt mehrmals täglich kurzes Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern anstelle von dauerhaft gekippten Fenstern, weil dabei weniger Wärme aus den Wänden entweicht. Zwischen fünf und zehn Minuten sind meist ausreichend, um Feuchtigkeit und verbrauchte Luft zu entfernen, ohne die Räume komplett auszukühlen. In dieser Zeit sollten Heizkörper heruntergedreht werden, damit sie nicht gegen das offene Fenster anheizen. Besonders in Küche, Bad und Schlafzimmer lohnt dieser Rhythmus, um Schimmel vorzubeugen und trotzdem sparsam zu heizen.

Heizzeiten an Alltag und Abwesenheit anpassen 

Eine durchgehend hohe Temperatur ist in den wenigsten Haushalten nötig. Wer tagsüber arbeitet oder regelmäßig länger außer Haus ist, kann seine Heizung während dieser Zeiten deutlich absenken, ohne die Wohnung auskühlen zu lassen. Die Verbraucherzentrale rät, die Temperatur bei Abwesenheit moderat zu senken und nachts generell etwas kühler zu heizen, statt die Anlage komplett abzuschalten; so bleibt der Energiebedarf für das Wiederaufheizen überschaubar. Programmierbare Thermostate oder Zeitschaltprogramme an der Heizungsregelung helfen, die Wohlfühltemperatur kurz vor Rückkehr wieder zu erreichen. Wichtig ist, die Absenkung nicht zu übertreiben, damit weder Schimmel entsteht noch Wände und Möbel auskühlen.

Gebäudehülle und Technik im Blick behalten 

Neben dem eigenen Heizverhalten entscheidet auch der Zustand von Haus und Technik über die Heizkosten. Undichte Fenster, schlecht gedämmte Rollladenkästen oder spürbare Zugluft können den Energieverbrauch deutlich erhöhen; einfache Maßnahmen wie Dichtungsbänder oder abends geschlossene Rollläden helfen bereits. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, bei anhaltend hohen Kosten auch die Heizungsanlage selbst prüfen zu lassen, etwa durch einen hydraulischen Abgleich oder eine Fachwartung, damit Wärme gleichmäßig verteilt und nicht unnötig verheizt wird. Größere Sanierungen – etwa Dämmung oder Fenstertausch – lassen sich meist nicht sofort umsetzen, sollten aber bei Modernisierungsplänen mitgedacht werden.

Alles zum Nachlesen finden Sie hier auf der Seite der Verbraucherzentrale Deutschland. 

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