Frühlingszeit ist Bärlauchzeit

veröffentlicht am 18.03.2026

Bärlauch gehört zu den ersten Wildkräutern, die im Frühling sprießen. Sein intensiver Duft verrät sofort die enge Verwandtschaft zu Schnittlauch und Knoblauch. Damit man dieses aromatische Kraut unbesorgt genießen kann, sollten beim Sammeln und Verarbeiten jedoch einige wichtige Punkte beachtet werden.

Verwechslungsgefahr – Blätter einzeln pflücken

Beim Sammeln von Bärlauch ist besondere Vorsicht geboten, da seine Blätter leicht mit ähnlich aussehenden, jedoch ungenießbaren oder sogar giftigen Pflanzen verwechselt werden können. Da diese Doppelgänger mitunter direkt neben dem Bärlauch wachsen, empfehlen erfahrene Kräutersammler:innen, die Blätter sorgfältig auszuwählen und einzeln zu pflücken. Tipps und Tricks zum Bärlauchpflücken finden Sie auf der Seite der AGES und der Umweltberatung.

Verarbeitung – gründlich waschen

Wie bei allen Kräutern, Obst- und Gemüsesorten sollten auch Bärlauchblätter vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden. Dies gilt insbesondere für Menschen mit Vorerkrankungen, geschwächtem Immunsystem sowie für Schwangere. In Regionen mit erhöhtem Risiko für den Fuchsbandwurm ist besondere Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, Bärlauch in Gerichten zu verwenden, in denen er erhitzt wird, etwa in Suppen oder Saucen. Das Einfrieren bei Temperaturen bis -20 °C reicht nicht aus, um die mit bloßem Auge kaum sichtbaren Eier des Fuchsbandwurms abzutöten. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt auch für andere bodennah wachsende Waldprodukte wie Beeren, Pilze oder Kräuter.

Haltbarkeit – Pesto am besten einfrieren

Bärlauch lässt sich auf vielfältige Weise verarbeiten, etwa zu Aufstrichen, Pesto oder Suppen. Am aromatischsten schmecken die Blätter jedoch, wenn sie frisch gepflückt, zeitnah verarbeitet und direkt verzehrt werden. Werden Gerichte auf Vorrat zubereitet, sollten einige Grundregeln beachtet werden. Die Haltbarkeit hängt sowohl von den verwendeten Zutaten als auch von den hygienischen Bedingungen bei der Zubereitung ab. Pesto lässt sich am besten einfrieren. Bereits geöffnete Gläser sollten im Kühlschrank aufbewahrt und möglichst bald verbraucht werden. Es empfiehlt sich außerdem, Reste stets mit einer dünnen Ölschicht zu bedecken, um den Inhalt luftdicht zu schützen.

Weitere Informationen:

Empfehlung Codexkommission: Österreichische Liste essbarer Wildpflanzen und Blüten

Fuchsbandwurm 

Bärlauch - AGES

DieEsserwisser

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