Digitales Bezahlen gewinnt an Bedeutung, Bargeld bleibt unverzichtbar

veröffentlicht am 23.07.2026

Das zeigt die jüngste Zahlungsmittelstudie der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB).

Bargeld ist in Österreich trotz fortschreitender Digitalisierung ein zentrales Zahlungsmittel. Sie macht 55 % aller Transaktionen und 45 % des Umsatzes aus, auch wenn die Bargeldnutzung im Geschäft insgesamt zurückgeht. Gleichzeitig gewinnt digitales Bezahlen an Bedeutung, insbesondere im Online-Handel. Die meistgenutzten Zahlungsmittel dafür sind Karten (35 %) und digitale Geldbörsen (Wallets) oder Internetbezahlverfahren (30 %).

Den Befragten ist es ein Anliegen, zwischen Bargeld und digitalen Zahlungsmitteln frei wählen zu können. 88 % der Befragten beziehen Bargeld über einen Bankomaten. 

Die Hälfte der Befragten gab an, in den letzten zwölf Monaten Opfer eines Betrugsversuchs (Geld- oder Datendiebstahl) geworden zu sein; 37 % sogar öfter als einmal.

Sie wollen die gesamte Studie lesen?

Diese finden Sie unter www.oenb.at/Publikationen/Volkswirtschaft/reports. Sie basiert auf einer repräsentativen Befragung privater Haushalte in Österreich im Zeitraum von Mitte Mai bis Mitte November 2025. Dabei wurden 2.054 Personen mittels Fragebogen und 920 Personen mittels Zahlungstagebuch zu ihrem Zahlungsverhalten befragt. Die Teilnehmer:innen zeichneten alle ihre Zahlungstransaktionen, die sie innerhalb von sieben Tagen tätigten, im Zahlungstagebuch auf.

Ombudsstelle für Zahlungsprobleme (Phishing)

Um den Schutz von Betrugsopfern im elektronischen Zahlungsverkehr zu verbessern, gibt es im Sozialministerium seit Jänner 2023 mit der Ombudsstelle für Zahlungsprobleme. Sie ist eine Anlaufstelle für Konsument:innen, die Opfer von Phishing-Angriffen geworden sind. Hier finden Sie den Tätigkeitsbericht zu Phishing Betrugsfällen 2023-2025.

 

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