Anpfiff für Betrüger:innen
veröffentlicht am 06.07.2026
Zunahme von Fake-Shops, betrügerischen Gewinnspielen und Phishing-Angriffen im Umfeld der Fußball-Weltmeisterschaft
Große Sportereignisse locken nicht nur Fans an, sondern auch Betrüger:innen. Ob günstige Fanartikel, verlockende Gewinnspiele oder vermeintliche Sonderaktionen: Rund um das Turnier häufen sich Betrugsversuche im Internet. Wir zeigen Ihnen hier die Warnsignale und Tipps der Watchlist Internet, damit sie solche Betrugsmaschen frühzeitig erkennen können.
Fanartikel zum Schnäppchenpreis? Lieber genau hinschauen!
Viele Fans möchten sich passend zur Weltmeisterschaft mit Trikots oder anderen Fanartikeln ausstatten. Genau hier setzen Kriminelle an: Sie erstellen gefälschte Online-Shops und locken mit außergewöhnlich günstigen Angeboten.
Bevor Sie bestellen, sollten Sie daher einige Punkte überprüfen:
- Ist der Preis realistisch? Deutlich günstigere Angebote als bei offiziellen Händlern sind meist ein Warnsignal.
- Gibt es ein vollständiges Impressum? Fehlen Unternehmensdaten oder Kontaktmöglichkeiten, sollten Sie skeptisch sein.
- Wirkt die Website professionell? Rechtschreibfehler, schlecht übersetzte Texte oder Sprachmischungen sprechen gegen einen seriösen Shop.
- Wann wurde die Domain registriert? In vielen Fällen wurde die Domain sehr kurzfristig registriert, weshalb sie noch relativ neu ist. Auch dies kann ein erstes Indiz dafür sein, dass etwas nicht stimmt.
- Ist die Anschrift plausibel? Häufig verwenden Fake-Shops (private) Anschriften, die nichts mit einem Unternehmen zu tun haben.
Vorsicht bei Gewinnspielen in Messenger-Diensten
Nicht nur Online-Shops, sondern auch angebliche Gewinnspiele im Namen von bekannten Sportmodemarken werden derzeit verstärkt verbreitet. Besonders häufig gelangen sie über Messenger-Dienste wie WhatsApp auf das Smartphone.
Das Prinzip ist hierbei immer ähnlich: Es werden hochwertige Preise wie Fanartikel, Sportausrüstung oder Gutscheine versprochen. Nach wenigen einfachen Fragen folgt die vermeintliche Gewinnbestätigung. Bevor der Preis verschickt werden kann, sollen Teilnehmende den Link an Freund:innen weiterleiten sowie eine kleine Versandgebühr bezahlen.
Doch genau hier liegt die Falle. Durch das Weiterleiten verbreitet sich der Betrug immer mehr, wie eine Art Kettenbrief. Und wer anschließend seine Kreditkartendaten für die angeblichen Versandkosten eingibt, übermittelt diese direkt an die Betrüger:innen
So reagieren Sie richtig
Haben Sie bereits in einem Fake-Shop eingekauft oder Zahlungsdaten bei einem betrügerischen Gewinnspiel eingegeben, so ist schnelles Handeln vonnöten.
- Informieren Sie umgehend Ihre Bank oder Ihren Kreditkartenanbieter. Je schneller der Vorfall gemeldet wird, desto eher lassen sich unberechtigte Abbuchungen verhindern.
- Prüfen Sie Ihre Konto- und Kreditkartenumsätze in den nächsten Wochen besonders aufmerksam.
- Erhalten Sie Rechnungen oder Mahnungen für ein angeblich abgeschlossenes Abo, lassen Sie sich davon nicht einschüchtern. In vielen Fällen besteht kein wirksamer Vertrag.
- Bleiben Sie wachsam: Wurden Ihre Kontaktdaten bekannt, kann es sein, dass Betrüger:innen später mit weiteren Betrugsversuchen nachlegen.
Alle Tipps zum Nachlesen finden Sie hier auf der Website der Watchlist Internet.