Weltspartag 2021

veröffentlicht am 29.10.2021

Pünktlich zum Weltspartag am 31.10. hat das Tarif-Vergleichsportal durchblicker.at eine Umfrage zur finanziellen Lage der Bevölkerung Österreichs veröffentlicht.

Demnach soll jede:r sechste Kontoinhaber:in regelmäßig das Konto überziehen, fünf Prozent davon schreiben sogar dauerhaft rote Zahlen. Im Schnitt belaufen sich die Überziehungen auf 1500 €. Eine Mitschuld trägt hier auch die Corona-Pandemie, denn es hat die finanzielle Lage vieler Betroffener verschlimmert. Hierzu gaben sogar 6 von 10 Personen, die ihr Konto regelmäßig überziehen, an, dass es seit Beginn der Pandemie häufiger zu Kontoüberziehungen kam. Was viele dabei außer Acht lassen, sind die Sollzinsen, die die Banken bei einer Überziehung innerhalb des Kreditrahmens am Girokonto verlangen. Dieser Zinssatz beläuft sich auf 5 bis 14 Prozent und kann daher die Verschuldung noch weiter in die Höhe steigen lassen.

Konsumkredite

Laut des Durchblicker-Finanzexperten Martin Spona, sei es demnach günstiger, einen Konsumkredit in Anspruch zu nehmen anstatt das Konto zu überziehen und weitere Kosten durch die Sollzinsen zu riskieren. Konsumkredite sind im Prinzip klassische Ratenkredite, die zum privaten Konsum aufgenommen werden.  Dabei können die Konsumkredite unterschiedlichen Zwecken dienen, zB. dem Kauf von Möbeln oder eines Smartphones. Einen Sonderfall der Konsumkredite stellt der Autokauf dar, denn anders als beim „normalen Konsumkredit“ können hier die Privatpersonen nicht die verliehene Kreditsumme frei verwenden, sondern sind an den Erwerb eines Kraftfahrzeuges gebunden Außerdem wird bei dieser Sonderform des Konsumkredites das erworbene Kraftfahrzeug als Kreditsicherheit seitens der kreditgewährenden Bank herangezogen. Nicht zuletzt wegen der aktuellen Niedrigzinslage werden Konsumkredite immer häufiger in Anspruch genommen. Laut der Umfrage zahlen momentan 17 Prozent einen Konsumkredit ab, jeder sechste davon nur wegen der Corona-Pandemie.

Regionale und geschlechterspezifische Unterschiede

Die Umfrage zeigte in einigen Bereichen signifikante Unterschiede: Beispielsweise liegt Kärnten mit der Anzahl an dauerhaft überzogenen Konten (10 Prozent) an der Spitze, dicht gefolgt von Tirol mit 8 Prozent, das Schlusslicht im positiven Sinn bildet Wien, wo ganze 66 Prozent angaben, ihr Konto nie zu überziehen. Beim Geschlechter-Vergleich liegen die Frauen an erster Stelle, 19 Prozent gaben nämlich an, ihr Konto dauerhaft bzw. regelmäßig zu überziehen, bei den Männern waren es nur 15 Prozent.

Gut verglichen ist die halbe Miete

Seit 2004 ist es möglich, mithilfe des AK-Bankenrechners (Girokonten im Test - Bankenrechner der Arbeiterkammern) nicht nur Girokonten, sondern auch Privatkredite, Sparprodukte und Bausparangebote zu vergleichen. Dieser Bankenrechner ist österreichweit einzigartig und im Verbraucherzahlungskonto-Gesetz (VZKG) festgelegt.

Alles zum Nachlesen finden Sie hier: 

PI durchblicker: Weltspartag - Jeder Sechste überzieht Konto | durchblicker.at | YOUSURE Tarifvergleich GmbH, 28.10.2021 (ots.at)

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