Vorsicht beim Online-Shopping

veröffentlicht am 05.08.2021

Beim Online-Shopping verlässt man sich häufig auf Produktfotos und abgegebene Bewertungen – warum das aber nicht immer der beste Weg ist, verraten wir euch hier. 

Online-Shopping, © Bild von ReaxionLab auf Pixabay

Wer kennt das nicht? Man bestellt etwas online, aber die Lieferung ist mit dem Produktfoto nicht zu vergleichen und auch die Qualität stimmt, anders als bei den Rezensionen beworben, nicht mit den Erwartungen überein. Diese beliebte Betrugsmasche findet sich gehäuft bei den sogenannten Dropshipping-Kanälen. Unter Dropshipping versteht man das Versenden von importierter Ware durch einen Dritten. In den meisten Fällen kommt der Händler nicht einmal in Kontakt mit der Ware. Dropshipping ist grundsätzlich keine unseriöse Vertriebsart. Sie kann dies aber werden, wenn qualitativ mangelhafte Waren aus Asien versendet werden, die mit dem Werbefoto gar nichts oder wenig gemein haben. Im schlimmsten Fall kann es auch passieren, dass die bestellte Ware niemals ankommt. Auch die Rückforderung des Geldes gehen oftmals ins Leere.


Unseriöse Händler und gefälschte Bewertungen frühzeitig erkennen – aber wie?

Die Arbeiterkammer (AK) hat Tipps herausgearbeitet, mit denen Sie in der Lage sein werden, unseriöse Online-Shops und gefälschte Bewertungen zu entlarven. Unseriöse Dropshipping-Känale erkennen Sie meistens daran, dass keine bzw. unvollständige Angaben zum Herstellungs-bzw. Ursprungsort der Ware zu finden sind. Dabei bemühen sich die Betrügerinnen und Betrüger, mit der Internet-Seite einen professionellen Ersteindruck zu hinterlassen. Beim genaueren Prüfen kann man aber auch hier zahlreiche Ungereimtheiten finden: Finden Sie Rechtschreib-oder Grammatikfehler im Text oder ist der Text gar halb auf Deutsch, halb auf Englisch, so handelt es sich hier auch in aller Regel um einen Fake-Shop. Dasselbe gilt auch für die Rezensionen. Finden Sie dort Fehler, wirkt der Text übersetzt oder wird das Produkt überschwänglich angepriesen, dann ist eine gewisse Skepsis angebracht. Die Preise sind ein weiteres Indiz dafür, dass der Shop unseriös ist, ganz nach dem Motto: zu schön um wahr zu sein!

Die AK empfiehlt daher, den Shop und die dazugehörigen Rezensionen immer genau zu begutachten und im Zweifelsfall zu googeln, auch ein Blick ins Impressum kann Aufschluss darüber geben, ob die Seite seriös ist oder nicht. Wenn der Firmensitz im Impressum nicht bzw. nur unvollständig angeführt ist, dann lassen Sie lieber die Finger davon. Als weitere Hilfestellung kann auch die Watchlist Internet zu Rate gezogen werden, wo betrügerische oder problematische Online-Shops gesammelt angeführt werden.

Weitere Betrugsmaschen

Doch nicht nur beim Online-Shopping müssen Sie sich vor Betrügerinnen und Betrügern in Acht nehmen, sondern auch bei der Jobsuche, denn mittlerweile kursieren auch falsche Jobangebote im Netz. Den Bewerberinnen und Bewerbern werden Positionen angeboten, die in Wirklichkeit nicht existieren, nur um an sensible Daten wie zB Kontoinformationen zu kommen. Oftmals sollen die Bewerberinnen und die Bewerber eine Software kaufen, die sie für die in Aussicht gestellte Position benötigen oder einen kleinen Betrag auf das Konto des Arbeitgebers überweisen, um das eigene Konto zu „verifizieren“. Auch dies ist ein Warnsignal: seriöse Arbeitgeber werden niemals von Ihnen verlangen, dass Sie etwas im Voraus bezahlen. Im Zweifelsfall können Sie sich an die Arbeiterkammer oder an die Internet Ombudsstelle wenden, wo sie kompetent beraten werden. 


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