Unseriöse Wohnungsinserate sind wieder auf dem Vormarsch

veröffentlicht am 30.09.2022

Eine erneute Warnung der Watchlist Internet zu dieser Betrugsmasche

Die Wohnungssuche kann an sich schon ein schwieriges Unterfangen sein. Was das Ganze nur noch problematischer werden lässt, ist das Aufkommen von (immer mehr) unseriösen Wohnungsanzeigen. Nun warnt die Watchlist erneut vor dieser Betrugsmasche und zeigt gleichzeitig, auf welche Indizien Sie achten sollten und wie Sie sich am besten schützen können.

Anhänger mit zwei Schlüsseln und grünem Haus, © Bild von Shahid Abdullah auf Pixabay.

„Zu schön um wahr zu sein“

Diesen Spruch sollte man bei der Wohnungssuche genau beherzigen, denn unseriöse Wohnungsinserate erkennt man meist daran, dass die Wohnung zu einem unglaublich günstigen Preis angeboten wird. Außerdem verlangen die Betrüger:innen die Bezahlung der Kaution und/oder der ersten Monatsmiete im Voraus, also noch vor der Wohnungsbesichtigung. Die Watchlist Internet rät dringendst davon ab, Geldbeträge zu bezahlen, wenn kein Vertrag unterschrieben und die Wohnung nicht besichtigt wurde.

Kein persönlicher Kontakt

Die vermeintlichen Wohnungseigentümer geben sich meist als Menschen mit einer erfolgreichen Karriere aus, die noch dazu einen Wohnsitz im Ausland haben. Oftmals geben sie auch persönliche Informationen über ihr angebliches Leben Preis, um einen vertrauensvollen Eindruck zu erzeugen. Zugleich betonen sie auch, wie wichtig es ihnen sei, verlässliche Mieter:innen zu finden.

Abwicklung der Wohnungsbesichtigungen über Vermittler

Ein weiteres klares Indiz dafür, dass es sich um eine unseriöse Wohnungsanzeige handelt, ist die Hinzuziehen eines weiteren Vermitterls, wie Airbnb, Ebay oder Booking.com, um die Besichtigung, die Bezahlung und die Schlüsselübergabe in weiterer Folge abzuwickeln. Auch hier ist Vorsicht geboten, denn solche Treuhandunternehmen bieten solch eine Leistung gar nicht an!

Ich habe Geld überwiesen – was soll ich tun?

Wenn Sie bereits einen Geldbetrag überwiesen haben, sollten Sie unverzüglich Anzeige bei der Polizei erstatten. Sollten Sie auch persönliche Daten und/oder Dokumente übermittelt haben, teilen Sie das den Polizist:innen ebenfalls mit. Darüber hinaus können Sie auch versuchen, das überwiesene Geld bei Ihrer Bank zurückzubekommen, auch wenn solche Versuche in vielen Fällen erfolglos bleiben.

 

Alle Informationen im Detail finden Sie hier.

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