Unser digitales Leben verursacht einen großen CO2 Verbrauch

veröffentlicht am 25.05.2022

Streamen, chatten, googeln, Emails, Onlinekonferenzen etc. ist für viele ein Teil unseres Alltags geworden

Fußabdruck aus glitzernder Flüssigkeit auf blau-grünem Strahlen Hintergrund  , © tweetyspics at pixabay
Ganz selbstverständlich nützen wir das Internet für viele Annehmlichkeiten, Informationen, Unterhaltung oder Arbeit, wir verbringen viel Zeit vor dem „Kastl“ oder mobilen Geräten. Was den meisten dabei nicht bewusst ist: die so scheinbar saubere Nutzung hinterlässt auch für die Umwelt deutliche Spuren.

Energieaufwand bei der Nutzung

Mobilfunkantennen leiten Ihre Internet-Anfragen weiter, mehrere Rechenzentren sind notwendig um sie zu verarbeiten.

„Hinter dem Netz stehen Riesen-Rechenzentren, sagt Ralph Hintemann vom Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit. Jede Email, die wir schreiben, wenn wir eine Wetter-App benutzen, eine Navigations-App, das läuft alles über Rechenzentren.“

Die meisten Menschen unterschätzen den Ressourcenverbrauch ihres digitalen Handelns.
Abhängig vom Endgerät kann z.B. eine Stunde Video-Streaming etwa 100 bis 175 Gramm Kohlendioxid verursachen, also ähnlich wie die Emissionen eines Kleinwagens bei einem Kilometer Autofahrt, so der Experte.

Die stetig wachsende Internetnutzung lässt den Energiebedarf weltweit steigen. Umweltorganisationen haben errechnet, dass der Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik mehr als doppelt so viel Treibhausgase verursacht wie der Flugverkehr.

Die steigende „smarte“ Nutzung von vernetzten Gerät lässt den Energieverbrauch weiter steigen, bei wirklich klugem Einsatz können diese aber auch Einsparungen bringen.

Tipps zum Daten- und Energiesparen

  • Filme die auch im Fernsehen laufen, müsse nicht gestreamt werden. 
  • Bei vielen Nutzungen lässt sich der Datenverbrauch problemlos reduzieren, wenn, zum Beispiel bei Youtube, die Autoplay-Funktion ausgeschaltet wird. Ganz viele Programme starten das nächste Video auch dann, wenn Sie das gar nicht wollen.
  • Man kann die Auflösung der Geräte heruntersetzen, man muss nicht alles in höchster Qualität sehen.
  • Wenn man nur Musik hören will, ist es günstiger Musikstreaming-Dienste zu nutzen.
  • Auch beim Versenden von Mails und chatten bedenken, dass im Hintergrund ein Rechenzentrum läuft. 

Energieverbrauch bei der Herstellung der Endgeräte

Schätzungen des deutschen Öko-Instituts zeigen, dass die Herstellung der Endgeräte für den Großteil der Emissionen verantwortlich ist.

Die bei der Produktion freigesetzten CO2 Werte entstehen laut Öko-Institut insbesondere durch Prozesschemikalien zur Rohstoffgewinnung und Verarbeitung sowie durch den Energieaufwand zur Halbleiterfertigung.

Logischerweise benötigen größere Geräte mehr Rohstoffe und Energie bei der Erzeugung, auch bei der Nutzung wirkt sich die Größe auf den Energieverbrauch aus.

So können Sie auch hier sparen:

  • Reparieren statt Neugerät. Nutzen Sie den Reparaturbon; siehe auch Fast wie neu… (konsumentenfragen.at)
  • Prüfen Sie das Angebot an sog. refurbished (wiederaufbereiteten) Geräten
  • Achten Sie bei Neuanschaffungen auf den Energieverbrauch, Reparaturmöglichkeiten und die passende Größe der Geräte.

Digitalisierung ist fester Bestandteil unseres Lebens. Die Umwelt darf dabei aber nicht zu kurz kommen.

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