Soja: Der Fleisch gewordene Wahnsinn

veröffentlicht am 19.06.2021

Dokumentarfilm über die katastrophalen Auswirkungen des Sojaanbaus für die Futtermittererzeugung

Großer Mähdrescher bei der Sojaernte in Brasilien , ©  Charles Echer auf Pixabay
Das Essen von Fleisch gilt schon für viele als nicht mehr selbstverständlich, seit langem ist in Österreich und anderen reichen Ländern der Welt „Fleisch“ keine Frage des Prestiges mehr. Ganz im Gegenteil wird immer mehr Menschen bewusst, dass eine andere Ernährungsweise nötig ist um langfristig die Weltbevölkerung ernähren und die Klimakatastrophe bremsen zu können.

Ein Beispiel:  Pro Kilo Rindfleisch werden umgerechnet 13,3 Kilo CO2 freigesetzt.
Zum Vergleich: Die gleiche Menge Mischbrot produziert 0,75 Kilo CO2, Äpfel 0,5 Kilo CO2, und Tomaten 0,2 Kilo CO2.

Brasilien und Österreich

Auch in Österreich essen wir pro Kopf und Jahr mehr als 60 Kilo Fleisch. Um das Futtermittel Soja anzubauen, das vor allem in der Rinder- und Schweinezucht eingesetzt wird, werden rund zwei Drittel aller fruchtbaren Flächen weltweit benötigt.

Exemplarisches Beispiel für den Raubbau an der Natur, die Rodung der Regenwälder, Ausbeutung der Landarbeiter/innen und Vertreibung der indigenen Bevölkerung ist leider immer wieder Brasilien.

In dem Film „Soja: Der Fleisch gewordene Wahnsinn“ von Thomas Bauer (auf YouTube) kommen Kleinbauern, die wegen der riesigen Soja-Plantagen ihr Land verloren haben ebenso zu Wort wie Indigene, die unter den Folgen der großflächig versprühten Pestizide leiden.

Dass es auch anders geht zeigt der Besuch eines Biobauern in Oberösterreich. Er hat erkannt, wie die globalen Zusammenhänge funktionieren und wie wir gemeinsam die negativen Auswirkungen bekämpfen können.

Auf der Website „Welthaus“ der Diözese Graz-Seckau finden Unterrichtende und andere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Begleitmaterialein und Arbeitsblätter für den Einsatz im Schulunterricht. 

Auch im Alltag geht es anders

Die Aktion „Gerecht Leben – Fleisch fasten“ https://fleischfasten.graz-seckau.at/ setz sich nicht nur mit dem Phänomen Fleischkonsum auseinander, sondern zeigt – z.B. in der Sammlung vegetarischer Rezepte – Alternativen auf.

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