Recovery Scams: Betrugsmasche statt Geld zurück

veröffentlicht am 25.07.2022

Die Watchlist Internet warnt vor Recovery-Diensten, die häufig als Finanzmarkt- und Börsenaufsicht auftreten! 

Haben Sie durch eine betrügerische Investitionsplattform Geld verloren und suchen Unterstützung? Vorsicht vor Anbieter:innen von sogenannten „Recovery“-Dienstleistungen (= Rückholdienste), die versprechen verlorenes Geld wieder zurückzuholen.

Aktien Börse Pfeil steigt nach oben, © Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Wie die Watchlist Internet berichtet, werden derzeit Geschädigte von Anlagen- und Investitionsbetrug von Unternehmen wie z.B. börsenaufsicht.net, finanzmarktaufsicht.net oder payback-ltd.com kontaktiert. Diese bieten gegen eine Vorauszahlung an, verlorenes Kapital angeblich wieder zurückzuholen.

 Die Kontaktaufnahme erfolgt anhand der Daten aus dem vorhergehenden Investmentbetrug:  Die Kriminellen erfahren im Rahmen dieses Betrugs vieles über die Geschädigten wie z.B. E-Mail-Adresse oder Telefonnummer. Sobald die Betroffenen kein Geld mehr investieren, weil sie den Betrug erkannt haben, schlüpfen Kriminelle in die Rolle des helfenden Recovery-Dienstes, der vorgibt das Geld zurückholen zu können, und versuchen, ihr Opfer ein zweites Mal zu schädigen. Sie nutzen E-M

ail oder Telefon oder schalten auch bezahlte Google-Werbung, die Opfer dazu verleiten soll, ihre trügerische Hilfe zu suchen.

Wie Sie Recovery-Scams (=Wiederbeschaffungsbetrug) im Internet erkennen

Webseiten mit fehlenden Informationen: Betrugs-Webseiten schauen oft professionell aus, wie z.B. die derzeit von Betrüger:innen verwendeten Seiten „boersenaufsicht.net“ und „finanzmarktaufsicht.net. Prüft man die Betrugs-Webseiten genauer, wird man feststellen, dass das Impressum erfunden ist und Informationen zu Ansprechpartner:innen fehlen.

Positive Bewertungen im Internet: Da positive Bewertungen wohl nur gekauft sein können, sollten User:innen im Netz genauer recherchieren. Bei einer ausgedehnten Suche im Web wird man bald auf negative Bewertungen von Geschädigten stoßen. 

 Fehlende Regulierung von Webseiten: Betrügerische Webseiten geben manchmal an, unter einem „gesetzlichen Ausschluss tätig zu sein“. Demnach würde die Webseite weder zugelassen sein müssen noch einer Regulierung durch die Finanzmarktbehörden unterliegen. Ein derartiger Hinweis auf einer Webseite ist ein klares Indiz für ein betrügerisches Angebot.

Tipps für Betroffene

  • Sind Sie Geschädigter eines Anlagebetruges geworden, muss Ihnen bewusst sein, dass das Geld nicht durch weitere Investitionen zurückgewonnen werden kann.
  • Erstatten Sie eine polizeiliche Anzeige.
  • Kontaktieren Sie Ihre Bank, womöglich besteht die Möglichkeit zumindest Teilbeträge rückbuchen zu lassen.
  • Für Rückholungen sollte Sie keinesfalls auf Dienste zurückgreifen, die Sie aus dem Nichts kontaktieren. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um Kriminelle.
  • Informieren Sie sich bei der Finanzmarktaufsicht, diese stellt Hinweise und Tipps zur Vermeidung von Anlagebetrug zur Verfügung.
  • Melden Sie den Betrug der Finanzmarktaufsicht und der Watchlist Internet.

Weitere Informationen der Watchlist Internet zu diesem Thema können Sie hier nachlesen.

Konsumentenfragen Newsletter

Aktuelle Neuigkeiten aus allen Bereichen der Konsumentenfragen