Radfahrerinnen und Radfahrer aufgepasst!

veröffentlicht am 19.10.2022

Neue verbesserte Regeln ab 1. Oktober 2022

Radfahren in Österreich wird immer beliebter. Das Fahrrad dient dabei nicht nur der sportlichen Betätigung, sondern wird immer öfter als Verkehrsmittel genutzt.

Radwegmarkierung, © Bild von Gerardo auf Pixabay

Nicht nur in den ländlichen Regionen, auch in den Städten liegt Radfahren im Trend, da sich bereits viele Menschen für das Fahrrad entschieden haben. Auch im Zuge der Corona-Pandemie hat die Unsicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln dazu geführt, dass Menschen auf das Fahrrad umgestiegen sind, denn Radfahren hilft nicht nur der Gesundheit, sondern schont auch die Umwelt.

Am 1. Oktober 2022 ist die 33. Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft getreten, die unter anderem auch grundlegende Verbesserungen für Radfahrende beinhaltet.

Die wichtigsten Meilensteine der Verordnung für Radfahrende

Rot abbiegen bei gekennzeichneten Ampeln

Radfahrende haben künftig die Möglichkeit, an bestimmten Kreuzungen auch bei Rot rechts abzubiegen oder geradeausfahren, wenn ein Verkehrszeichen mit einem Grünpfeil das bei der Ampel anzeigt. Sie müssen jedoch vorher anhalten und dürfen nur weiterfahren, wenn sie niemanden gefährden oder behindern.

Mindestabstand beim Überholen von Radfahrenden

Lenkende von Kraftfahrzeugen müssen künftig beim Überholen von Radfahrenden Mindestabstände einhalten: Außerhalb des Ortsgebiets sind dann mindestens 2 Meter Abstand notwendig, im Ortgebiet mindestens 1,5 Meter.

Nebeneinanderfahren von Radfahrenden

Das Nebeneinanderfahren von Radfahrenden ist künftig unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt.

Wird ein Kind unter zwölf Jahren begleitet, dürfen Kind und Begleitperson auf allen Fahrbahnen nebeneinander fahren. Auch in 30-km/h-Zonen dürfen alle Radfahrende nebeneinander fahren, sofern der Verkehrsfluss nicht behindert wird.

Die neue Regelung gilt nicht auf Schienenstraßen, Vorrangstraßen und Einbahnstraßen gegen die Fahrtrichtung.

Alle Neuerung der 33. Novelle der StVO können Interessierte hier nachlesen.

Tipps für ein sicheres Radfahren

Tragen Sie einen Helm!

Viele Radfahrende sind ohne Schutzhelm unterwegs. In Österreich besteht zwar keine gesetzliche Radhelmpflicht für Erwachsene. Das Tragen eines Helmes ist jedoch die einzige Möglichkeit des Schutzes vor schweren Kopfverletzungen bei Unfällen.

Achten Sie auf die richtige Bekleidung!

Passen Sie Ihre Bekleidung den Wetter- und Fahrtbedingungen an. Helle Kleidung mit zusätzlichen Reflektoren erhöht die Sichtbarkeit. Tragen Sie auch fest Schuhe.

Machen Sie Ihr Fahrrad fit!

Warten und pflegen Sie Ihr Fahrrad regelmäßig, dies ist für die Sicherheit und den Fahrkomfort wichtig. Ein gut gepflegtes Fahrrad bleibt länger in Ordnung und Sie sparen Reparaturkosten.

Verhalten Sie sich umsichtig im Straßenverkehr!

Oftmals entstehen gefährliche Situationen, weil Radfahrende zu unkonzentriert oder zu riskant fahren.

Da Sie als Radfahrer:in ebenso am Straßenverkehr teilnehmen wie Auto- oder Motorradfahrer:innen, beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmenden gültigen Regeln. Dies gilt z.B. für die Einhaltung von Vorrangregeln, das Beachten von Verkehrszeichen, das Einhalten von Fahrverboten für Fahrräder oder das Telefonieren während des Radfahrens ohne Benützung einer Freisprecheinrichtung.

Aber auch kommunikatives Radfahrverhalten ist wichtig. Zeigen Sie anderen Verkehrsteilnehmenden immer an, was Sie vorhaben. Wenn Sie z.B. die Spur wechseln oder abbiegen möchten, schauen Sie zurück, ob der Weg frei ist und geben dann ein deutliches Handzeichen. 

Verzichten Sie auf Musik über Kopfhörer – die akustische Wahrnehmung der Umgebung ist auch beim Radfahren extrem wichtig.

Mehr Informationen und Regelungen rund um’s Radfahren, finden Interessierte auf der Webseite des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) - Mobilität mit Zukunft.

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