Österreich konnte EU-Sammelquote für Gerätealtbatterien 2019 weiter erhöhen

veröffentlicht am 09.11.2020

Die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK) informiert, dass in Österreich rund 133.000 Tonnen Elektroaltgeräte und 2.400 Tonnen Gerätealtbatterien gesammelt wurden.

verschiedene Batterien , © upload.wikimedia.org
In der Batterienverordnung ist die Abfallvermeidung, Sammlung und Behandlung von Altbatterien und –akkumulatoren geregelt. Diese Bestimmungen präzisieren die von der EU gestellten Anforderungen an die Sammelquote für Gerätealtbatterien.

Damit soll unter anderem:  

  • eine Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Batterien,
  • die Vermeidung von Abfällen von Batterien bzw. die stoffliche Verwertung solcher Abfälle und
  • die Beschränkung der Verwendung von gefährlichen Stoffen in Batterien

erreicht werden.

Behandlung von Altbatterien

Batterien gehören keinesfalls in den Restmüll! Trotz der grundsätzlich hohen Sammelmoral der Österreicher landen leider nach wie vor Gerätealtbatterien und Elektroaltgeräte im Haushaltsmüll.  Das stellt nicht nur eine Ressourcenverschwendung dar, sondern schädigt auch die Gesundheit und ist eine große Belastung für die Umwelt.

Es bedarf daher weiterer Anstrengungen, insbesondere bei der Information der Bevölkerung, um die Sammelquote erreichen zu können. Die Hersteller und der Handel haben dabei eine Informationspflicht zu erfüllen, so müssen sie Konsumentinnen und Konsumenten darüber informieren, dass gebrauchte Batterien unentgeltlich im Handel oder bei Sammelstellen zurückgenommen werden müssen. Der flächendeckende Ausbau der Sammelstellen ist lt. dem Präsidenten der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände „beispielgebend für die gesamte EU“. 

Im Vergleich zu 2018 gab es 2019 bei den Sammelmassen der Elektroaltgeräte einen Zuwachs von +14%.

Die seit 2019 gültige erhöhte Sammelquote von 65% für Elektroaltgeräte wurde in Österreich mit rund 62% allerdings knapp verfehlt.
„Die Mindestsammelquote von 65% bei Elektroaltgeräten stellt für alle EU-Mitgliedsstaaten – nicht nur für Österreich – eine enorme Herausforderung dar“, erklärte DI Christian Holzer, Leiter der Sektion Abfallwirtschaft im BMK. Aufgrund der steigenden Mengen an in Verkehr gesetzten Geräten und Akkus lassen sich jedoch die sehr ambitionierten Sammelvorgaben der EU kaum mehr erfüllen. Auch im Zusammenhang mit dem Internet- und Versandhandel ist die Situation nicht leicht nachvollziehbar, deshalb fordert die EAK mehr Transparenz und Kontrolle. Denn das Ziel ist, die Sammelmengen konsequent weiter zu steigern.

Hier die  Liste  und die Karte der Sammelstellen in Österreich.  

Weitere Informationen zu Elektroaltgeräten und Gerätealtbatterien finden Interessierte unter: www.elektro-ade.at  und auf www.eak-austria.at


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