Konsumentenpolitisches Forum 2021 

veröffentlicht am 24.09.2021

Am 16./17. September folgten Vertreter:innen von mehr als 20 Verbraucherschutz-Organisationen und verbrauchernahen Institutionen der Einladung des Sozialministeriums zum jährlichen Konsumentenpolitischen Forum (KPF), das zum zweiten Mal in Folge in virtueller Form abgehalten wurde.

Klimawandel und Digitalisierung

Gleich zu Beginn der Tagung wurden die rund 50 Teilnehmer:innen mittels einer kurzen Online-Umfrage eingeladen, ihre Meinung zu folgender Frage abzugeben.

Word Cloud zu Klimawandel und Digitalisierung, © BMSGPK

Klimawandel und Digitalisierung wurden am häufigsten genannt - Themen, die sich wie ein roter Faden auch durch die Tagung zogen und deutlich machen, worauf in den nächsten Jahren nicht nur im Verbraucherschutz ein Fokus zu legen sein wird.

Auch die Vorträge aus Wissenschaft und Praxis spiegelten diese Schwerpunkte wider:

Digitalisierung

Der Vortrag von Frau Professorin Sabine Köszegi (TU Wien) setzte sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) auseinander und veranschaulichte das durchaus problematische Spannungsverhältnis automatisierter Entscheidungssysteme und Autonomie des Menschen. Digitalisierung aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen thematisierte die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien.

Die Verlagerung des Einkaufs, auch von Lebensmitteln, in den digitalen Handel hat für Verbraucher:innen Vor- aber auch Nachteile und birgt das Risiko für Betrug in sich. Die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) stellte ihr Projekt „Kompetenzzentrum Lebensmittelkette“ vor, die im Lebensmittelbereich eine behördliche Verfolgung von Onlinebetrug sicherstellt, mit dem Ziel einen Marktplatz im Internet zu gewährleisten, der ein ähnliches Niveau an Produktsicherheit bietet wie der konventionelle (stationäre) Bereich.

Klimawandel

Österreich soll bis 2040 klimaneutral sein;  so sieht es das türkis-grüne Regierungsprogramm vor. Einen umfassenden Überblick über die Klima- und Energiepolitik in der EU und Österreich für die kommenden Jahre und Jahrzehnte präsentierte Dr. Helmut Hojesky vom Klimaministerium.  Die nachfolgende angeregte Diskussion zeigte das Interesse der Teilnehmer:innen am Thema. 

Einen Blick in Österreichs Haushalte machte die Arbeiterkammer Wien gemeinsam mit dem Institut für Soziologie der Universität Wien: der Konsummonitor ist eine Pilotstudie zur Erforschung des Konsumalltags in Österreich und fragt nicht nur Daten zur Haushaltsführung und den Finanzen, sondern auch Werteeinstellungen ab - nachzulesen auf der Website www.konsummonitor.at.

Weitere Referate beschäftigten sich mit Finanzdienstleistungen, dem neuen Privatkonkurs, Klagen rund um Corona sowie Reisen, so dass eine repräsentative Palette der derzeitigen Schwerpunkte behandelt werden konnte.

Das konsumentenpolitische Forum 2021 zeigte einmal mehr, wie wichtig die Vernetzung und der Gedankenaustausch unter den Stakeholdern der Konsumentenpolitik ist.

Wir danken allen Teilnehmer:innen!

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