Konsum-Ente 2021

veröffentlicht am 04.04.2022

Der Negativpreis des Vereins für Konsumenteninformation (VKI)

Jedes Jahr verleiht der VKI die Konsum-Ente. Dieser Preis zeichnet aus rund 100 Produkten, die im Lebensmittel-Check 2021 veröffentlicht wurden, jene zehn Produkte aus, die beim Lebensmittel-Check für besonderen Unmut bei den Verbraucher:innen gesorgt haben. Insgesamt haben über 8600 Konsumentinnen und Konsumenten teilgenommen, das sind knapp 2500 mehr als im Jahr zuvor.

Die fünf ärgerlichsten Produkte für Verbraucher:innen

Plastik Ente im Pool, © Bild von Mylene2401 auf Pixabay

1. Platz:

Gewinner des Negativpreises 2021 ist der Kuchendekor von Dr.Oetker. Grund dafür: Der Kuchendekor enthält den potentiell krebserregenden Farbstoff Titanoxid. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat diesen weißen Farbstoff im Mai 2021 als „nicht sicher“ kategorisiert. Der Verkauf in Deutschland und Frankreich wurde bereits verboten, hierzulande ist er aber noch weiterhin erhältlich.

2. Platz: 

Auf dem zweiten Platz befindet sich das-S-Budget Baguette von Spar. Was die Konsumentinnen und Konsumenten bei diesem Produkt verärgert, ist das Herkunftsland, aus dem Spar dieses Baguette bezieht. Obwohl es in Österreich viele heimische Bäckereien gibt, wird es nämlich aus Frankreich importiert. Spar begründet dies in seiner Stellungnahme damit, dass nur bei Spezialitäten, bei denen die Verbraucher:innen das Produkt mit einer bestimmten Region assoziieren, auf die traditionellen Herkunftsländer zurückgegriffen werde.

3. Platz: 

Das Schlusslicht auf der Siegertreppe belegt die Bio-Nuss Nougat Creme von Billa. Das mit Palmöl versehene Produkt stößt bei vielen Verbraucher:innen auf Ablehnung. Denn um Palmöl herzustellen, wird der Regenwald großflächig abgeholzt, was auch schwerwiegende Folgen für die Einheimischen hat. Zwar ist in Bio-Palmöl der Einsatz von synthetischen Pestiziden verboten, dennoch sind die Verbraucher:innen bei diesem Produkt gespaltener Meinung.

4. Platz: 

Auf dem vierten Platz befindet sich der Feine Blütenhonig von Darbo. Grund für den Unmut unter den Konsumentinnen und Konsumenten ist die irreführende Verpackung. Denn anders als diese vermuten lässt, importiert die Tiroler Firma den Honig nicht aus Österreich, sondern aus nicht EU-Ländern und aus Südamerika.

5. Platz: 

Den fünften Platz verdankt Römerquelle Emotion seiner versteckten Preiserhöhung um ganze elf Prozent über Nacht. Die normalerweise ein Liter große PET-Flasche wurde auf 0,75 Liter verkleinert, gleichzeitig wurde aber der Preis pro Liter erhöht. Beides erfolgte ohne Ankündigung oder sonstige begleitende Information der Verbraucher:innen.

Alle Umfragergebnisse finden Sie hier


Mehr zum Lebensmittelcheck können Sie hier nachlesen. 

 

 

Konsumentenfragen Newsletter

Aktuelle Neuigkeiten aus allen Bereichen der Konsumentenfragen