Finanzmarktaufsichtsbehörde verzeichnet Aufwärtstrend bei Betrugsfällen

veröffentlicht am 04.01.2021

Knapp 600 Opfer von Finanzbetrügern meldeten sich im Jahr 2020 bei der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA). Damit hat sich im Vergleich zu 2017 die Zahl der Opfer verdoppelt. Der durchschnittliche Schaden beträgt rund € 42.000 pro Person.

Männerhand sitzt vorm Notebook mit Kreditkarte in der Hand, © Photo by rubixen.com on Unsplash
Warum immer mehr Menschen Finanzbetrügern zum Opfer fallen, erklärt sich die FMA mit der anhaltenden Niedrigzinsphase und dem digitalen Wandel. Immer mehr Menschen investieren online in vermeintlich vielversprechende Produkte. Finanzbetrüger locken mit unrealistischen Versprechungen, meistens mit hohen Renditen bei geringem Risiko – zwei Dinge, die sich in der Regel ausschließen! 

Cold-Calling und Internet

Nach einer aktuellen Pressemeldung der FMA wurden rund 40% der Betrugsopfer telefonisch kontaktiert und mit vermeintlich vielversprechenden Investments gelockt (sogenanntes Cold-Calling). Die restlichen 60% sind Betrügern aus dem Internet aufgesessen. Ungefähr die Hälfte aller Betrugsmaschen stellen auf Investments in Krypto-Assets ab.

Empfehlung der FMA

Bei jeder Investitionsentscheidung ist vorab zu überprüfen, ob alle nötigen Informationen zum Produkt vorliegen und ob diese auch verständlich sind. Zusätzlich hilft es, zu kontrollieren, ob der Anbieter von der FMA zugelassen ist bzw. ob gegen ihn bereits eine Warnmeldung vorliegt.

Auf der Website der FMA finden sich in der Rubrik „Finanzbetrüger erkennen“ zahlreiche Informationen für Konsumentinnen und Konsumenten, unter anderem eine Liste von Warnsignalen und Beispiele für aktuelle Betrugsmaschen. 

Auch die Watchlist Internet www.watchlist-internet.at kann hilfreich sein.

Konsumentenfragen Newsletter

Aktuelle Neuigkeiten aus allen Bereichen der Konsumentenfragen