Datenschutz bei Cloud-Dienst-Anbietern

veröffentlicht am 21.07.2022

Sind die europäischen Alternativen wirklich eine Alternative?

Wolke umgeben von div. Symbolen z.B. Mikro, Kopfhörer, Bildschirm, Handy etc.  , © Tumisu auf Pixabay
Erinnern Sie sich noch an die Zeiten von Floppy-Discs, Disketten, CD und DVD…?

Wenn der lokale Speicherplatz auf dem Computer knapp wurde, waren dies die gängigen Medien um Daten zu speichern. Doch die Menge der zu speichernden Daten werden immer umfangreicher, überdies sollen Dokumente, Dateien, Fotos, Filme etc. in hervorragender Qualität gesichert werden.

Clouds als Datenspeicher

Für manche vielleicht noch etwas nebulos – was bedeutet diese „Wolke“ im Zusammenhang mit dem Speichern von Daten?
Cloud oder Cloud Computing ist die internetbasierte Bereitstellung von Speicherplatz als Dienstleistung. Diese Dienstleistung ist natürlich nicht kostenlos. Abhängig davon, wieviel Speicherplatz Sie mieten, welchen Anbieter Sie wählen etc. ist dieses Service kostenpflichtig. 

Cloudspeicher hat einige Vorteile: Sie können die Cloud so einstellen, dass alle neuen Handy- oder Computerdaten automatisch dort abgelegt werden 

und Sie müssen sich nicht mehr um kaputte Laufwerke oder verlorene USB-Sticks sorgen. Ihre Daten sind auch von unterwegs zu Ihrer Verfügung, Sie benötigen keine weiteren fixen externen Speichermedien oder zusätzliche Festplatten. Außerdem garantiert Ihnen der Cloudanbieter, dass durch laufende Datensicherung sog. Back-ups nichts verloren geht.

Datenschutz

Bei all den genannten Vorteilen gilt es natürlich zu beachten, dass Ihre Daten bei Dritten liegen; angesichts der immer wieder bekannt werdenden Datenlecks kann dies ein gewisses Risiko sein. Führende Anbieter von Cloud-Diensten am Markt sind Unternehmen wie Amazon, Microsoft und Google. Bei diesen amerikanischen Unternehmen müssen sie grundsätzlich damit rechnen, dass amerikanisches Datenschutzrecht zur Anwendung kommen kann, das weniger streng als die europäische Datenschutzgrundverordnung ist.

Das Risiko des unerwünschten Zugriffs lässt sich minimieren, wenn man die Daten verschlüsselt, bevor man sie in die Cloud lädt.

Alternativen aus Europa    

Cloud-Anbieter mit Sitz in der EU, unterliegen der Datenschutz-Grundverordnung – DSGVO und bieten deshalb von vornherein mehr 

Sicherheit, was Ihre Privatsphäre betrifft. Für die Schweiz gilt dies grundsätzlich auch.

Der VKI stellt in seinem KONSUMENT Magazin von Juni 2022 einige Anbieter aus dem EU-Raum vor:

  • luckycloud arbeitet mit einer Open-Source-Software, User:innen zahlen nur den Speicherplatz, den sie wirklich nutzen.
  • Your Secure Cloud arbeitet mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und bietet günstige Einstiegspreise
  • LeitzCloud vor allem für Bussiness Kunden

Auch Infomaniak, das seinen Sitz in der Schweiz hat, ist seit 25 Jahren am Markt und bezüglich Datenschutz und Nachhaltigkeit empfehlenswert. 

Weitere Speichermöglichkeiten

Unabhängig vom eigentlichen Rechner lassen sich wichtige Daten natürlich weiterhin auch auf externen Festplatten und USB-Sticks speichern. Die einfachste Variante, die Sie für jeden PC oder Handy verwenden können. Zu beachten ist aber, dass alle Festplatten nur eine begrenzte Lebensdauer haben.  

Noch ein anderes System stellen die NAS-Speicher dar. Das sind Festplatten-Pärchen mit einem eigenen Betriebssystem, auf denen die Daten doppelt vorliegen und deshalb nicht verloren gehen können. Wenn Sie von außen auf die Daten zugreifen wollen, ist es besonders wichtig, dass Sie die Software des NAS aktuell halten, was sowohl etwas Fachwissen benötigt und auch einen Zeitaufwand bedeutet.

Für die Nachhaltigkeit und Ihre Kosten …

sollten die Daten regelmäßig ausgemistet werden. Unnütze Daten verbrauchen Platz, kosten Geld und verschwenden Ressourcen. Unser digitales Leben verursacht einen großen CO2 Verbrauch (konsumentenfragen.at)

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