Psychische Belastung durch Corona – so finden Sie Hilfe

veröffentlicht am 24.11.2020

Eine Studie der Donau-Universität Krems zeigt, dass rund 20 Prozent der Bevölkerung an depressiven Symptomen leidet

Schneekugel mit Haus, darunter Text "stay home", © United Nations
Die Belastungen der letzten Monate durch die Pandemie sind für alle spürbar. Die persönlichen Einschränkungen, die Sorge um die Gesundheit, finanzielle Probleme und Zukunftsängste wegen der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung werden sehr unterschiedlich aufgenommen und bewältigt.

Die Annahme, dass sich die Corona-Pandemie sehr auf die Psyche des Menschen auswirkt, wurde nun mit einer Studie belegt. Eine Untersuchung der Donau-Universität Krems zeigt, dass bei einem Fünftel der Bevölkerung depressive Symptome auftreten. 

Mehrere Analysen im April und Folgestudien im Juni und September ergaben einen Anstieg der psychischen Symptome für Depressionen, Ängste oder Schlafprobleme auf das drei- bis fünf fache. Laut Studie sind vor allem junge Erwachsene besonders von der Krise betroffen.

Wie Sie besser durch die Krise kommen

Grundsätzlich können Menschen, die regelmäßig körperliche Bewegung betreiben, ein gutes soziales Netzwerk und eine positive Lebenseinstellung haben, die Krise besser bewältigen.

In den „Empfehlungen zur psychischen Gesundheit während der COVID-19- Pandemie für die allgemeine Bevölkerung“ des Sozialministeriums finden Sie etliche Tipps wie z.B.: 

  • Bewegen Sie sich regelmäßig, halten Sie regelmäßige Schlafroutinen ein und ernähren Sie sich gesund.
  • Bleiben Sie z.B. über E-Mail, soziale Medien, Videokonferenz und Telefon in Verbindung mit Ihren Kontakten und pflegen Sie Ihre sozialen Netzwerke.
  • Versuchen Sie so weit wie möglich Ihre persönliche Tagesroutine beizubehalten.
  • Vermeiden Sie eine Nachrichtenflut die Sie beunruhigt, informieren Sie sich regelmäßig aus seriösen Quellen. 
  • Helfen Sie anderen! Damit unterstützen Sie nicht nur jene die Hilfe brauchen, es tut auch der eigenen Psyche gut.
  • Nehmen Sie in persönlichen Krisensituationen Hilfsangebote wahr.

Coronavirus – Psychologische Hilfe

Damit Sie auch den zweiten Lockdown gut überstehen und auch für die Zeit danach, finden Sie hier einen Ausschnitt aus dem Angebot österreichweiter Initiativen und Angebote sowie Beratungs- und Anlaufstellen, welche die Bewältigung der Ausnahmesituation erleichtern und rasche Hilfe leisten.

  • Informationsblätter und Helpline des Berufsverbands Österreichischer PsychologInnen (BÖP): der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) hat Informationsblätter erstellt, die zeigen, wie man mit den aktuellen Herausforderungen psychologisch besser umgehen kann.
  • BÖP Helpline - Psychologische Hilfe bei Krisen: Klinische und Gesundheits- Psychologinnen/Psychologen stehen über die Helpline 01/504 8000 für Ihre Fragen und persönlichen Anliegen am Telefon zur Verfügung.
  • Sorgentelefon 142: auch bekannt als Telefonseelsorge; rund um die Uhr kostenlose, vertraulich und professionelle Telefonberatung für Menschen in Krisen.
  • Gewaltschutz: Über die Online-Toolbox für Opferschutzgruppen der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) finden Sie die Liste der Frauenhäuser, Frauennotrufe und Beratungsstellen bei häuslicher Gewalt.
  •  Kinderschutz: 147 Rat auf Draht https://www.rataufdraht.at/  ist die österreichische Notrufnummer für Kinder & Jugendliche. Die Nummer ist rund um die Uhr anonym und kostenlos erreichbar,  es gibt telefonische sowie Online- und Chatberatung.
  • Die Möwe Kinderschutzzentren helfen schnell, professionell und wenn gewünscht auch anonym an 5 Standorten in Wien und Niederösterreich.
  • Schulpsychologische Beratungsunterstützung bietet die Schulpsychologie-Bildungsberatung in Österreich an.

Alle Beratungsstellen und Hilfsangebote mit den Kontakten und Links hat das Sozialministerium hier zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!

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