Black Friday - informiert auf Schnäppchenjagd

veröffentlicht am 18.11.2021

Schwarze Aktionstage: auf Verbraucher:innen kommen anstrengende Tage zu.

Auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen und gerade rechtzeitig zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts rollen Ende November/Anfang Dezember Aktionstage und -wochen wie der Black Thursday, Black Friday, Black Week, Cyber Monday und Cyber Week auf uns zu.

Der Handel wird profitieren, Verbraucher:innen auch?  Hier ein paar Informationen und Tipps:

Achtung Fakeshops!

Gerade zu Aktionszeiten tauchen wie aus dem Nichts Fake-Shops auf. Das sind betrügerische Online-Shops, die eine Zahlung mittels Vorauskasse verlangen, die versprochene Ware dann aber nicht liefern. In der Regel sind sie nur sehr kurz online und leider oft nur bei genauerem Hinsehen als Fake erkennbar. Achten Sie daher unbedingt auf die Zahlungsmethoden und die Impressumsangaben!

Ein Blick ins Impressum liefert Hinweise über die Seriosität. Dieses muss jedenfalls den Namen der Firma, die geografische Adresse und Kontaktdaten beinhalten. Ist dies nicht der Fall oder ist es vielleicht überhaupt nicht auffindbar, dann sollten Sie besser die Finger von diesem Anbieter lassen. Die Angaben lassen sich überprüfen, indem man beispielsweise die UID-Nummer oder den Firmennamen googelt und schaut, ob diese existieren.

Bietet ein Onlinehändler keine andere Zahlungsmethode als Zahlung per Vorkasse an, sollten die Alarmglocken läuten. Auf der sicheren Seite ist man mit der Bezahlung auf Rechnung oder per Lastschrift.

Kürzlich wurde auch ein sogenannter Fake-Shop-Entdecker entwickelt – wenn Sie diesen in Ihrem Browser installieren, bekommen Sie eine Einschätzung der Seriosität des Shops. Wir haben darüber berichtet. Wie Sie dieses System downloaden können, erfahren Sie hier Fake-Shop Detector (fakeshop.at)

Weitere Infos finden Sie auf der Informationsplattform Watchlist Internet unter Watchlist Internet: Fake Shops. Watchlist Internet informiert über aktuelle Betrugsfälle im Internet und gibt Tipps, wie man sich vor gängigen Betrugsmaschen schützen kann.

Nicht immer ein Schnäppchen

Die beworbenen Preisnachlässe in Online-Shops scheinen an Aktionstagen oft höher als sie tatsächlich sind. Aber unter Umständen kommt der verlockende Preisnachlass nur zustande, weil nicht der eigentliche Marktpreis als Vergleichsgröße herangezogen wird, sondern die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers. Informiert man sich im Vorfeld und bemüht vielleicht zwei oder mehrere Suchmaschinen, um die Preise zu vergleichen, kann man auch den (vermeintlichen) Rabatt besser einordnen.

Ihr Rücktrittsrecht im Onlinehandel

Und falls man es sich doch anders überlegt, steht unter bestimmten Voraussetzungen ein Rücktrittsrecht zur Verfügung – das allerdings nur, wenn Sie im Fernabsatz, also im Internet oder auch klassischen Versandhandel gekauft haben. Werden Verträge zwischen Verbraucher:innen und einem Unternehmen im Internet abgeschlossen, so unterliegen diese grundsätzlich dem gesetzlichen Rücktrittsrecht. Die Rücktrittsfrist beträgt 14 Tage und beginnt bei Kaufverträgen mit dem Eingang der Ware bei den Käufer:innen. Kommt das Unternehmen seiner Informationspflicht über das Rücktrittsrecht nicht nach, dann verlängert sich das Rücktrittsrecht bis 14 Tage, nachdem Sie alle Informationen erhalten haben, längstens aber um 12 Monate.

Achtung: Es gibt kein gesetzliches Rücktrittsrecht bei einem Kauf direkt in einem Geschäft. Viele Unternehmen bieten aber vertragliche Umtausch- und Rückgabemöglichkeiten an; diese sollten Sie sich auf der Rechnung vermerken lassen.

Wir wünschen Ihnen viel Glück und einen sicheren Einkauf!

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