Auch im Haushalt an die Umwelt denken – Teil 2

veröffentlicht am 01.02.2021

Viele Produkte, die wir im Alltag verwenden, gibt es auch in einer nachhaltigen Variante. In Teil 2 unserer Serie haben wir Ihnen für den Bereich Bad und WC und zum Thema Putzmittel ein paar Beispiele zusammengestellt, die Sie bei einer nachhaltigen Haushaltsführung unterstützen können: 

Zitrone und Spülmittelflasche bei Waschbecken , © Photo by Crema Joe on Unsplash

  • WC Papier ist in unseren Breitegraden eine Selbstverständlichkeit. Auch hier kann man umweltfreundlich agieren und zu Produkten greifen die aus Altpapier hergestellt sind und z.B. das österreichische Umweltzeichen als Gütesiegel haben. Feuchtes Toilettenpapier ist zu vermeiden oder möglichst sparsam einzusetzen, es ist bekanntlich eine massive Belastung für die Kläranlagen.
  • Waschlappen und textile Pads können statt Kosmetiktücher oder Wattepads zum Reinigen und Abschminken verwendet werden. Mit steigendem Umweltbewusstsein werden immer mehr nachhaltige Produkte für diesen Bereich angeboten.
    Selbst Wattestäbchen werden in ökologischer Ausführung oder sogar wiederverwendbar angeboten.
  • Einweg-Rasierer: Obwohl diese auf den ersten Blick günstiger wirken, machen sich auf längere Sicht die Modelle mit auswechselbaren Klingen in Punkto Qualität und Preis bezahlt.
  • Duftsteine und WC Reiniger, die bei jedem Spülen Schadstoffe ins Abwasser abgeben, sind in den meisten Fällen unnötig. Unangenehme Gerüche entstehen erst gar nicht wenn das WC sauber ist, im „akuten“ Fall hilft es ein Streichholz anzuzünden und abbrennen zu lassen.

So wird es richtig sauber

Die Industrie stellt eine Vielzahl an Reinigungsmitteln her, für jedes Problem gibt es Spezialprodukte.

Ob Glasreiniger, WC-Reiniger, Backofen Sprays, Glanz für die Fliesen, Duft für die Geschirrspülmaschine, Hygiene für Wäsche, Holzpflege oder Kühlschrank Parfum; jeder Winkel der Wohnung verlangt anscheinend nach Sonderbehandlung.

Wenn Sie Geld sparen und die Umwelt weniger belasten wollen, genügen allerdings einige wenige Produkte und ein paar bewährte Hausmittel um die Wohnung in Schuss zu halten.

Natron und Soda

Natriumhydrogencarbonat und Natriumkarbonat gelten unter Fachleuten quasi als Wundermittel. Preisgünstig, einfach und ungefährlich in der Anwendung und vielfach einsetzbar. 
Verkrustete Töpfe, der Backofen, Fliesen, Fugen und Porzellan im Bad sowie Oberflächen aus Edelstahl oder Stein werden mit einer einfachen Scheuerpaste aus Natron sauber.
Flecken und unangenehme Gerüche bei Teppichen und Polstermöbel verschwinden, wenn sie mit Natronpulver behandelt werden.

In Kombination mit Essig wird Soda zum Durchputzen für verstopfte Abflüsse verwendet.

Essig und Zitronensäure 

Überall wo in Bad oder Küche Kalkflecken vorkommen, kann mit Säure dagegen angegangen werden (bei Fliesen muss man allerdings darauf achten, ob sie säurebeständig sind).
Streifenfrei Fenster putzen gelingt mit verdünntem Essig, auch Weichspüler können durch ein paar Spritzer Essig ersetzt werden; eventuell schlechter Geruch verfliegt schnell.
Olivenöl und Essig gemischt ergibt eine wirksame Holzpolitur.

Bei Umwelt-Beratungen, im Buchhandel oder auch im Internet (z.B. https://www.smarticular.net/ ) finden Sie weitere Anregungen und z.B. Anleitungen wie Putz- und Waschmittel selbst hergestellt werden können.

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