Auch im Haushalt an die Umwelt denken – Teil 1

veröffentlicht am 27.01.2021

Viele Produkte, die wir häufig in der Küche und im Haushalt verwenden, gibt es auch in einer nachhaltigen Variante.

Küche, © Annie Spratt on Unsplash

Es gibt viele praktische Dinge für Küche und Haushalt, an die wir uns schon ganz selbstverständlich gewöhnt haben, die jedoch bei genauer Prüfung einen ziemlich großen Müllberg hinterlassen. In vielen Fällen sind diese gar nicht notwendig und es gibt sehr brauchbare Alternativen. Ein paar Beispiele haben wir hier zusammengestellt. Bei einer bewussten Haushaltsführung werden Sie noch weitere entdecken.

In der Küche

  • Frischhaltefolien und Tiefkühlsackerl aus Kunststoff und Alufolien: Das lange bewährte Butterbrotpapier kommt wieder vermehrt zum Einsatz. Es gibt aber auch Neuentwicklungen wie z.B. Wachstücher, in denen nicht nur Jausenbrote sondern auch Speisen im Kühlschrank frisch bleiben. Statt in Alufolie finden Käse, Wurst oder auch Essensreste Platz in verschließbaren Glasdosen, diese können nahezu ewig wiederverwendet werden. Edelstahlboxen dienen sowohl als Jausenboxen oder zur Aufbewahrung. Achten Sie bei Behältern, besonders beim Einkauf von neuen, ob diese auch im Tiefkühler verwendet werden können. Sie sparen damit Unmengen von Gefrierbeuteln.
  • Küchenrollen, Papierhandtücher und –servietten: Zugegeben, die Küchenpapiere sind praktisch, schnell bei der Hand und hygienisch; wenn Sie aber die Umwelt und ihre Geldtasche schonen wollen, greifen Sie besser zu langlebigen Produkten. Wisch- und Putztücher gibt es in unzähligen Variablen für jeden Zweck. Damit diese auch hygienisch bleiben, können sie so wie Stoffservietten und Geschirrtücher bei hoher Temperatur mit der normalen Wäsche in der Waschmaschine gewaschen werden.
  • Mistsackerln/Müllbeutel sind zwar in der Handhabung sehr bequem, sie sammeln aber nicht nur Abfall, sondern tragen noch dazu bei, die Plastikmenge zu erhöhen. Auch hier gibt es Bio-Produkte, in vielen Fällen genügt eine alte Zeitung als Unterlage, damit der Kübel nicht zu sehr verschmutzt.
  • Kaffee- und Teeautomaten mit Kapseln: auch hier ist die Bequemlichkeit kaum zu überbieten. Wenn Sie jedoch die Kosten und den entstandenen Müllberg beachten, werden Sie viel weniger Freude mit den „Kapselautomaten“ haben. Auch wenn manche Hersteller ein Recycling versprechen, landen doch fast alle Kapseln im Müll. Und denken Sie daran: Der Kilopreis für Kaffee ist bei den Kapseln bis zu 10 Mal so hoch wie gemahlener Kaffee
    Mittlerweile werden hier ebenso mehrfach verwendbare Einsätze angeboten, so können Sie den Kaffee Ihrer Wahl in Ihrer Kapselmaschine verwenden, ohne Müllberge zu hinterlassen.

Im Haushalt

  • Sie trinken gerne Tee und haben ein Stövchen mit Teelichter, um ihn warm zu halten? Es müssen aber nicht die üblichen Kerzen in der Aluhülle sein; es gibt Teelichter auch ohne Aluminium, die einfach in eine dauerhafte Hülle aus Glas oder Edelstahl gestellt werden.
  • Düfte aus der Steckdose sind, wenn man der Werbung glauben will, unverzichtbar für die gepflegte Wohnung. Tatsächlich verbrauchen sie zusätzlichen Strom, bei empfindlichen Menschen oder Allergikern können sie sogar unangenehme Nebenwirkungen auslösen. Alternativen dazu sind natürliche Substanzen, versuchen Sie Orangenschalen auf die Heizung zu legen, auch Lavendelzweige oder Rosen duften ohne Schadstoffe.
  • Textilsprays für Teppich und Polstermöbel: Hier schlagen erneut Werbeversprechen zu; der unangenehme Geruch verschwindet auch mit Textilsprays nicht auf magische Weise, sondern wird nur überdeckt. Wirklich hilft nur, die Textilien entsprechend zu reinigen und gut auszulüften. Wenn es trotzdem ein Duft sein soll, können biologische Aromaöle, z.B. Lavendel, sparsam eingesetzt werden.

Falls Sie jetzt angeregt wurden, Ihren Haushalt unter ökologischen Aspekten genauer unter die Lupe zu nehmen, gibt es unter anderem auf der Website der Umweltberatung noch viele Tipps, z.B. für einen ökologischen Frühjahrsputz. https://www.umweltberatung.at/ 

Lesen demnächst im zweiten Teil unserer Serie Beispiele bewusster Haushaltsführung im Bereich Bad und WC.  

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