Achtung vor Streaming-Abo-Fallen

veröffentlicht am 31.08.2020

Betrugsmaschen mit online Streaming-Diensten und was man gegen sie unternehmen kann

Dass man seine Lieblingsfilme bzw. Lieblingsserien mittlerweile über diverse Streamingdienst-Angebote jederzeit und überall abrufen kann, führt zu einer großen Veränderung der Medienlandschaft. Streaming-Anbieter sind bei modernen Verbraucherinnen und Verbrauchern äußerst beliebt und schaffen es durch ihr profitables Geschäftsmodell der Verbindung von Internet und Fernsehen, mehr Gewinn zu generieren als die klassische Film- und Fernsehindustrie.

Abo-Fallen auf gefälschten Streaming-Seiten

Leider birgt diese Entwicklung auch neue Risiken: Die Zahlen der Betrugs- oder Piraterie-Seiten nehmen stetig zu und stellen damit ein großes Problem in Bezug auf Streaming dar. Häufig erstellen Betrüger hierbei gefälschte Streaming-Seiten, die auf den ersten Blick vertrauenserweckend wirken. Nach der Registrierung für ein gratis Test-Abonnement stellt sich wenig später jedoch heraus, dass gar kein Zugriff auf die versprochenen Filme besteht. Da hierbei zunächst kein finanzieller Schaden entsteht, wiegen sich viele Nutzerinnen und Nutzer in Sicherheit und vergessen die Angelegenheit bald. Allerdings erhalten Betroffene nach einiger Zeit Zahlungsaufforderungen mit dem Hinweis, das kostenlose Test-Abo habe sich in der Zwischenzeit automatisch in ein kostenpflichtiges Jahresabonnement umgewandelt. Man ist in eine Abo-Falle getappt. Auch durch die Weitergabe von persönlichen Daten, die bei der Registrierung angegeben wurden, oder durch lästige Pop-up-Werbung mit unseriösen Inhalten, verdienen die Betrüger hier Geld.

Mann_sitzt_vor_dem_Fernseher, © Photo by Mollie Sivaram on Unsplash

Illegale Streaming-Seiten

Ein weiteres Problem stellen illegale Seiten dar, welche – im Gegensatz zu den gefälschten Streaming-Seiten – ihren Nutzerinnen und Nutzern gestohlene Inhalte anzeigen, die urheberrechtlich geschützt sind. Da die Betrüger hierbei die Benutzeroberflächen von seriösen Plattformen übernehmen, ist es oft nicht einfach, solche Seiten als illegal zu identifizieren. Außerdem gibt es auf diesen Seiten keinen Jugendschutz, was sie für Kinder und Jugendliche besonders gefährlich macht.

Was kann man dagegen tun?

Um solchen gefälschten bzw. illegalen Streaming-Seiten zu entgehen, sollte man einige wichtige Tipps beherzigen:

  • Findet man eine Seite, die man gerne nutzen würde, sollte man sich nicht auf der Stelle anmelden, sondern zuerst das Internet nach Warnhinweisen durchforsten.
  • Achtung auf den Preis: Ist er „zu gut um wahr zu sein“?
  • Finden sich auf der Streaming-Seite Rechtschreib- oder Grammatikfehler, ist dies ein Indiz für unseriöse Inhalte.
  • Legale, unbedenkliche Seiten enthalten keine ausgeprägten Pop-up-Werbungen.

Dies sind nur ein paar Hinweise, auf die man achten sollte, bevor man sich bei einer Streaming-Plattform registriert. Viele weitere wichtige Ratschläge und Informationen zum Thema sicheres Streaming bzw. wie man sich am besten verhält, wenn man bereits in einer Abo-Falle sitzt, finden Sie unter folgendem Link des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland.

Eine weitere Hilfe ist bei Themen dieser Art immer die Watchlist Internet, auf der aktuelle Betrugsmaschen gesammelt und veröffentlicht werden. Folgende Streaming-Dienstleister sind schon als unseriös aufgefallen.

Wenn man selbst auf eine Streaming-Abofalle aufmerksam wird, kann man diese der Watchlist unter folgendem Link melden.

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