Achtung! Gefälschte A1 Rechnungen mit Virus im Umlauf

veröffentlicht am 09.09.2021

Wie Sie diese und andere gefälschte E-Mails erkennen können

Wieder einmal sind gefälschte E-Mails unterwegs; diesmal mit dem Absender A1, meist  mit dem Rechnungsdatum vom 04.07.2021. In der Mail wird man aufgefordert, eine Zahlung bis zum 04.08.2021 zu tätigen, da die vorausgehende Zahlung nicht bearbeitet werden konnte. Man droht, dass man andernfalls Ihre E-Mail-Adresse sperren würde. Die E-Mail enthält einen Link „Download Rechnung“, den Sie keinesfalls anklicken sollten, denn dieser führt zunächst zu einer gefälschten A1 Seite, wo Sie die angebliche Rechnung mittels Button abrufen können. Klicken Sie auf den Button, so wird eine .rar-Datei, also eine Archiv-Datei geöffnet, die das Virus enthält und sich auf ihrem PC verbreitet.

Raub von Zugangsdaten , © Bild von mohamed_hassan auf Pixabay

Als Absender der Rechnung scheint „A1 Rechnung“ mit der E-Mail Adresse impressum@a1.at auf. Hierbei handelt es sich um eine manipulierte E-Mail-Adresse. Mithilfe eines Tools namens „Mail-Spoofing“ können die Betrügerinnen und Betrüger die echte E-Mail-Adresse in eine beliebige umändern, was es Konsumentinnen und Konsumenten erschwert, diese als Fake zu entlarven.

Woran erkenne ich Fake-E-Mails?

Es gibt einige Alarmsignale, auf die Sie besonders achten sollten. Zum einen ist die Verwendung einer unpersönlichen Anrede wie z.B.: „sehr geehrter Kunde“ ein erstes Indiz dafür, dass das E-Mail von einem unseriösen Absender stammt. Weiters sind viele solcher gefälschten Mails mit Rechtschreib-und Grammatikfehlern gespickt. Außerdem enthalten gefälschte E-Mails einen Link und fordern Sie direkt dazu auf, diesen auch anzuklicken. Auch das ist ein weiteres Indiz dafür, dass Sie besser die Finger davon lassen sollten! Sollten Sie sich dennoch nicht sicher sein, ob das E-Mail gefälscht ist oder nicht, ist es auch ratsam, den Inhalt zu überprüfen: keine oder falsche Kundennnummern oder ein seltsamer Rechnungsbetrag sind Hinweise auf Fakes.

Hilfe! Ich glaube ich habe einen Virus – was soll ich jetzt tun?

Ein Virus macht sich durch verschiedene Anzeichen bemerkbar: Ihr Computer bzw. Laptop wird deutlich langsamer, es entwickelt ein „Eigenleben“, indem es selbstständig Programme ohne Ihr Zutun installiert oder ausführt, Sie können Dateien nicht mehr wie gewohnt abspeichern und bei Laptops lässt außerdem die Batterieleistung erheblich nach. Wenn Sie anhand dieser Anzeichen merken, dass Sie einen Virus installiert haben, sollten Sie diesen schnellstmöglich mithilfe eines Anti-Virus-Programms entfernen. In vielen Fällen ist dafür eine totale Neuinstallation des Betriebssystems vonnöten, hier sollten Sie aber unbedingt bedenken, dass bei diesem Prozess all Ihre Daten verloren gehen. Tritt der schlimmste Fall auf und Ihre Daten wurden vom Virus infiziert, so ist es ratsam, alle betroffenen Passwörter zu ändern. Wurden Ihr Online-Banking oder Ihre Kreditkarteninformationen gehackt, so sollten Sie umgehend auch Ihre Bank über den Vorfall informieren. In jedem Fall sollten Sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten.

Für weitere Hilfe und Beratung können Sie sich an folgende Stellen wenden: Schlichtungsstellen der RTR

Bundeskriminalamt – Meldestelle Against Cybercrime, Arbeiterkammer und der Internet Ombudsstelle .

Alle Informationen zum Nachlesen finden Sie hier

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