Bitcoin - gleich doppelt problematisch (21.12.2017)

Spekulationsrisiko enorm - Energiebilanz katastrophal

© Tim Reckmann / pixelio.de

Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin unterliegt seit November 2017 großen Schwankungen: Einbrüche von 30 oder 40% wechseln seitdem mit ebenso hohen oder noch höheren Kursgewinnen.

Noch Ende 2016 lag der Wert eines Bitcoins gerade einmal bei 1.000 €; derzeit wird er mit ca. 11.000 € gehandelt. Die Chance auf weitergehende Wertsteigerung treibt offenbar immer mehr SpekulantInnen zum virtuellen Geld und vergrößert die Gefahr, dass die Spekulationsblase platzt. 


EU-Kommission warnt

Die EU-Kommission warnt InvestorInnen vor den Risiken der Cyberwährung. Man muss sich klar sein, dass der Bitcoin-Kurs jeden Moment fallen könnte. Daher sollten alle Bankenaufseher der EU entsprechende Warnungen aussprechen.


Was ist der wahre Wert eines Bitcoin?

Diese Frage ist schwer zu beantworten, denn es gibt ja keine hinter der Währung stehende Volkswirtschaft, deren Wertschöpfung den Wert der Währung beeinflussen könnte.

Alleine die Tatsache aber, dass Bitcoin-Transaktionen über die Blockchain-Technologie laufen und diese enorm viel Strom verbraucht, könnte den Kurs in Zukunft noch wesentlich in die Höhe trieben. Mehrere hunderttausend Dollar sind laut Expertinnen denkbar.

Wenn auch eine exakte Berechnung nicht möglich ist, so gibt es doch Schätzungen, die für sämtliche Transaktionen weltweit täglich von einem Stromverbrauch ausgehen, der höher ist als der Strombedarf von ganz Irland.


Wird die Blockchain bald abgelöst?

Die meisten Bitcoin-Minen stehen heute in China an Standorten, die besonders günstigen, meist aus Kohle erzeugten Strom bieten. Umweltfreundlich ist anders!

Der hohe Strombedarf bei der Generierung und dem Handel mit Bitcoins lässt IT-Experten daher weltweit nach günstigeren Alternativen forschen. In Österreich setzt man auf kleine Wasserkraftwerke, die die erzeugte Energie unmittelbarer nutzen können.

Einen anderen Weg geht IOTA, eine in Deutschland ins Leben gerufene Währung, wo jeweils zwei ältere Transaktionen von einem Nutzer oder einer Nutzerin validiert werden, der oder die selbst eine aktuelle Transaktion vornehmen möchte. Die Technik dahinter wurde speziell für die Nutzung auf kleinen vernetzten Geräten ausgelegt. Damit können bestehende Mengen an Daten zur Validierung genutzt werden.

Wie auch immer die weitere Entwicklung der digitalen Währungen voranschreiten wird, eines ist sicher: Währungen mit normalen Gebrauchswert werden daraus nie werden; letztendlich dienen die errechneten Werte der Spekulation.


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