Bonitätsprüfung: Es geht um Ihre Kreditwürdigkeit

Eine Übersicht aller Informationen zum Thema finden Sie unter Was ist zu überlegen, bevor man einen Kredit aufnimmt?

Beachten Sie auch die am Ende der Seite angeführten Kontakte, Materialien und Links.

Bevor eine Bank einen Kredit vergibt, muss die Bonität jeder Kreditnehmerin/jedes Kreditnehmers genau geprüft werden. Dazu müssen Kreditnehmer/innen ihr laufendes monatliches Einkommen nachweisen. Oft wird auch eine Auskunft über die wesentlichen Ausgaben verlangt. Die Bank trifft aber auch die Pflicht, von sich aus Informationen über die Kreditwürdigkeit von KreditnehmerInnen einzuholen. So prüft sie vor der Kreditvergabe regelmäßig in der Konsumenten-Kredit-Evidenz des KSV (Kreditschutzverband) von 1870 nach, ob bereits andere Kredite bestehen oder vielleicht gar Zahlungsschwierigkeiten aufgetreten sind. Verletzt eine Bank die Bonitätsprüfung, kann sie schadenersatzpflichtig werden.

Kredite nicht um jeden Preis

Wird die Kreditgewährung von der Bank aus Bonitätsgründen abgelehnt, wollen manche Konsument/innen mit der Hilfe von Kreditvermittler/innen doch noch ans Ziel kommen und einen Kredit aufnehmen. Davon ist jedenfalls abzuraten: die solcherart vermittelten Kredite können Kreditnehmer/innen aufgrund des höheren Risikos und dadurch, dass KreditvermittlerInnen Provisionen in Höhe von bis zu fünf Prozent des Bruttokreditbetrags verlangen können, sehr teuer kommen.

Die Ablehnung der Kreditvergabe durch die Bank sollte auch als Warnsignal gesehen werden: Sie bedeutet, dass die Fachleute der Bank eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit sehen, dass der Kredit nicht ordnungsgemäß zurückgezahlt werden könnte. In diesem Fall müsste die Bank auch eine Warnung an die Kreditwerber/innen aussprechen.

Je besser die Bonität von Kreditnehmer/innen, desto geringer das Ausfallsrisiko für die Bank. Bei guter Bonität erweitert sich daher der Verhandlungsspielraum für Konsument/innen hinsichtlich der Zinsen, Bearbeitungsgebühren und sonstigen Kosten.

Kontakt

BUNDESARBEITSKAMMER Prinz Eugen-Straße 20-22, 1040 Wien
Telefon: 1 50165 - 0;
akmailbox@akwien.at
www.arbeiterkammer.at

VEREIN FÜR KONSUMENTENINFORMATION Mariahilfer Straße 81, 1060 Wien
Telefon: 1 58 877 0;
mail@vki.at
www.vki.at

VEREIN FÜR KONSUMENTENINFORMATION Maximilianstraße 9, 6020 Innsbruck
Telefon: 0512 58 68 78;
konsumenteninfo.tirol@vki-tirol.at
www.vki-tirol.at

ÖSTERREICHISCHE DATENSCHUTZBEHÖRDE Wickenburggasse 8, 1080 Wien
Telefon: 1 512 520;
dsb@dsb.gv.at
www.dsb.gv.at

ARGE DATEN - ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR DATENSCHUTZ Redtenbachergasse 20, 1160 Wien
Telefon: 0676 9107032;
info@argedaten.at
www.argedaten.at

Materialien

MUSTERBRIEFE: Auskunft, Berichtigung und Löschung von Daten Erhältlich bei ARGE DATEN.
www.argedaten.at
Downloads

Links

www.verbraucherrecht.at Informationen zum Verbraucher­recht des Vereins für Konsumenteninformation (gefördert durch Mittel des Sozialministeriums) mit aktuellen Ge­richts­urteilen, News und Musterbriefen.

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