IBAN (21.10.2010)

Auch Inlandsüberweisungen mit Ende 2012 nur mehr mit IBAN möglich

Im Zuge der Schaffung eines einheitlichen europäischen Zahlungsraums (Single European Payments Area, SEPA) wird in Österreich aufgrund eines Übereinkommens zwischen den österreichischen Banken bis Ende 2012 die Umstellung auf die einheitliche Zahlungsanweisung erfolgen. Diese wird die Verwendung „alter" Zahlscheine, Erlagscheine, Überweisungen und EU-Standard-Überweisungen ablösen, wobei nach Stellungnahme der Banken diese Vordrucke, solange diese im Umlauf sind, auch bearbeitet werden.


Muster der neuen Zahlungsanweisung

In absehbarer Zukunft werden daher auch Inlandsüberweisungen nur mehr mittels Angabe der IBAN (International Bank Account Number, Internationale Bankkontonummer) möglich sein. Diese ist schon seit 1.Juli 2003 in Verbindung mit dem BIC (International Bankcode, Internationalen Bankcode) in Gebrauch, da EU-Auslandsüberweisungen bis zur Höhe von 50.000 € nur unter Angabe dieser Merkmale zu gleichen Tarifen wie Inlandsüberweisungen durchgeführt werden können.

Grundsätzlich ist eine gewisse Aufmerksamkeit bei der Angabe der IBAN geboten, da eine österreichische IBAN 20 Stellen umfasst, und es möglicherweise im Gegensatz zur bisher getrennten Angaben von BLZ und Kontonummer leichter zu Fehlern bei deren Eintragung kommen kann. Eine österreichische IBAN setzt sich aus der Bankleitzahl und der Kontonummer zusammen, sowie zusätzlich aus dem Länderkennzeichen AT und einer zweistellige Prüfziffer.

Beispiel für einen österreichischen IBAN:


Beispiel für einen österreichischen IBAN

Die Bank ist verpflichtet den IBAN und BIC dem Kunden auf Anfrage bekannt zu machen, des Weiteren werden diese im E-Banking und auf den Kontoauszügen angeführt.

Die Verwendung des IBAN hat für KonsumentInnen in Vor- und Nachteile:

  1. Zum einen wird durch die Vollautomatisierung die Überweisungszeit drastisch verkürzt: ab 2012 müssen diese in einem Tag abgewickelt werden.
  2. Die Kontodaten des Empfängers können auf ihre mathematische  Richtigkeit durch diverse Rechentools, wie bspw. unter http://www.stuzza.at/1104_DE.htm; kostenlos und unverbindlich überprüft werden, womit Fehlüberweisungen eingeschränkt werden können.
  3. Im Bereich des E-Banking erfolgt diese Prüfung grundsätzlich automatisch.
  4. Auch bei Überweisungen per Zahlungsanweisung am Schalter oder durch Einwurf muss die mathematische Richtigkeit des IBAN geprüft werden.
  5. Allerdings handelt es sich um eine formale Prüfung, dh. wenn trotz Eingabefehlers eine existente Kontonummer angegeben wird, kommt es zu keiner Warnung des Systems. Ob Banken grundsätzlich auch den Abgleich mit dem Kontonamen durchführen müssen, wie dies bis zum Inkrafttreten des Zahlungsdienstegesetzes der Fall war, wird derzeit in einem von uns beauftragten Gerichtsverfahren geklärt.

 

Es ist daher ratsam trotz neuer Prüfungsmöglichkeiten die Eintragung der IBAN sorgfältig vorzunehmen  - bilden Sie zB Viererkolonnen um die Zahlen besser übertragen zu können (wie dies auch bei den Kreditkartennummern passiert) - um mögliche Kosten für Fehl- und Rücküberweisungen auch in Zukunft zu vermeiden.


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