Wenn es zu Silvester krachen und blitzen muss… (30.12.2017)

dann wenigstens ohne Besuch der Unfallambulanz…

© Paul-Georg Meister / pixelio.de

Verbrennungen, Knalltraumata, Augenverletzungen, abgerissene Finger und zerfetzte Hände - die Liste der Verletzungen durch Feuerwerk ist lang. Oft wird -auch bedingt durch Alkohol - nicht einmal ein Mindestmaß an Sorgsamkeit aufgebracht: bedenkenlos werden Feuerwerkskörper in Menschenmengen gezündet oder Raketen gegen Hindernisse wie Bäume und Häuser geschossen. Und wenn dann noch selbst mit pyrotechnischen Artikeln gebastelt wird, geht es oft sprichwörtlich ins Auge.

Dabei gilt es nur einige einfache Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten um die meisten Feuerwerksunfälle verhindern zu können:

  • Altersbeschränkung einhalten! Kinder sollten Feuerwerkskörper grundsätzlich nicht abbrennen!
  • Beugen Sie sich nie über startende Raketen - Sicherheitsabstand einhalten! Selbst „Babyraketen" können schwere Augenverletzungen verursachen.
  • Keine Verwendung in Menschenansammlungen!
  • Versuchen Sie keinesfalls „Blindgänger" erneut zu zünden!
  • Rücksichtnahme auf kleine Kinder und ältere Menschen, aber auch auf Tiere!
  • Feuerwerkskörper nie in geschlossenen Behältern zünden! 
  • Feuerwerkskörper nicht selbst basteln!
  • Mehrere Feuerwerkskörper nicht bündeln!
  • Feuerwerk nur aus seriösen Quellen beziehen!
  • Kein in Österreich illegales Feuerwerk im Ausland kaufen!
  • Für Raketen geeignete Startvorrichtungen verwenden!
  • Im alkoholisierten Zustand Hände weg von Feuerwerk!
  •  ...

Schweizer Kracher und Piraten sind verboten

Der sogenannte „Blitzknallsatz" - Stichwort „Schweizerkracher und Pirat - ist übrigens mittlerweile komplett verboten: „Besitz, Verwendung, Überlassung, Inverkehrbringen und auf dem Markt Bereitstellen von zur Knallerzeugung bestimmten pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 sind verboten, es sei denn, der Knallsatz enthält ausschließlich Schwarzpulver." (§ 34 des Pyrotechnikgesetzes 2010). Damit ist es zumindest mit dem heftigsten Lärm halbwegs vorbei.

Und noch etwas Rechtliches

Im Ortsgebiet gilt grundsätzlich ein Verbot der Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2, in die das typische Silvester-Feuerwerk fällt - außer der Bürgermeister gibt bestimmte Ortsteile frei (was aber praktisch nirgendwo der Fall ist).


In diesem Sinn „Prosit 2018 und ein Sicheres Neues Jahr"!


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