Tattoo-Entfernung mit Laser liegen im Trend (15.07.2017)

Ein Abschied, der mit Risiken verbunden ist

Diana Sabrina Bachler/pixelio.de  

Schmetterlinge, Herzen, "Arschgeweih", Zitate: Tattoos die einst cool waren, werden irgendwann zur Peinlichkeit. Viele Betroffene sind mit den Kunstwerken auf ihrer Haut unzufrieden und möchten ihre Tätowierungen wieder loswerden.

Falls auch Sie überlegen Ihre „Jugendsünden" entfernen zu lassen, sollten Sie auf einiges achten.


Körperkunst für die Ewigkeit

Tattoo-Farben werden mit Nadeln unterhalb der Haut injiziert. Der Großteil der Farbe jedes Stiches wird dann von Fresszellen aufgenommen und so für immer unter der Haut eingeschlossen.

Was nicht aufgenommen werden kann, wird vom Körper direkt zu den Lymphknoten transportiert und dort gespeichert. Die Lymphknoten werden dabei in den Farben der Tattoos gefärbt, weil der Körper den größten Teil der abtransportierten Farbe dort endlagert.


Entfernung problematisch

Gefällt das Kunstwerk nicht mehr, wird es oft weggelasert. Eine Laserbehandlung ist jedoch nicht nur schmerzhaft, sondern es können dabei auch giftige Stoffe freigesetzt werden.

Im Zuge einer Laserbehandlung werden die Farbpigmente des Tattoos durch einen starken Lichtstrahl zu Fragmenten zerkleinert. Die kleinen Bruchstücke werden vom Körper über Lymphe oder Blutbahn abtransportiert und über Niere oder Darm ausgeschieden. Dass ein Teil der Farbpigmente im Körper hängen bleibt und schädlich sein könnte, vermuten ExpertInnen schon länger.

Reste bleiben zurück

Weiße und helle Farben lassen sich schlecht entfernen, weil sie das Licht reflektieren und nicht absorbieren. Und bunte Tattoos lassen sich schwerer entfernen als schwarze. Manchmal werden bei einem bunten Tattoo einzelne Stellen blasser, andere reagieren gar nicht. Ein solcherart behandeltes Tattoo kann dann schlimmer aussehen als das ursprüngliche Tattoo.

Risiken rund um Tattoo-Entfernung

Es bedarf mehrerer Sitzungen um ein Tattoo zu entfernen. Diese sind teuer. Die Entfernung dient meist ausschließlich ästhetischen Zwecken. Da die Haut aber durch das und nach dem Lasern besonders empfindlich ist, kann es zu Hautreaktionen wie z.B. Blutungen, Bläschen, Krustenbildung oder einem bleibenden Pigmentverlust kommen. Auch Narben können zurückbleiben. Ob es da nicht besser gewesen wäre, gleich das Tattoo zu belassen, weiß man vorher nicht.

Die Risiken einer Tattoo-Entfernung auf sich zu nehmen, sollte jedenfalls wohl überlegt sein; am besten vor einer Tätowierung!


Tattoo-Entfernung ist Vertrauenssache

Eine Entfernung von Tattoos bieten neben ÄrztInnen mitunter auch Kosmetik- oder Tattoo-Studios an. Als Betroffene empfiehlt es sich immer zu einem Arzt oder einer Ärztin zu gehen, denn schließlich kann bei der Behandlung einiges schiefgehen.

Anlaufstellen für eine Tattoo-Entfernung sollten daher Laserinstitute mit ÄrztInnen oder HautärztInnen sein. Wählen Sie eine Ärztin oder einen Arzt mit Erfahrungen, da im Zuge von Laserbehandlungen Begleitreaktionen und Nebenwirkungen auftreten können.

Wichtig ist, dass Sie als PatientIn von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über mögliche Risiken sowie Nebenwirkungen aufgeklärt und über Verhaltensregeln nach der Behandlung informiert werden.

Die Kosten einer Tattoo-Entfernung sind abhängig von Art, Größe, Farbe und Alters des Tattoos. Die Kosten für eine Entfernung müssen Sie selbst tragen, denn Krankenkassen übernehmen diese in der Regel nicht.

Weitere Infos rund um's Tätowieren finden Sie hier.

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