Sommer ohne Sonnenbrand (12.07.2018)

So schützen Sie sich und Ihre Familie

© Manfred Walker / pixelio.de

Wenn Sie ein paar Urlaubstage am Meer verbringen, in den Bergen unterwegs sind oder die Ferien im heimischen Freibad genießen, immer bekommen Sie wahrscheinlich mehr Sonne ab als im Alltag, den Sie meistens indoor verbringen.

Und damit ist Ihre Haut auch schon gefährdet.


Sonnencreme, Sonnenmilch, Sonnenlotion, Sonnenspray, Sonnenöl

Das Angebot an Sonnenschutzmitteln in Drogerien und Apotheken ist groß, ganz unterschiedlich auch der Lichtschutzfaktor.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen chemischen und mineralischen Sonnencremes, beide haben ihre Vor- und Nachteile.
Konventioneller Sonnencremes mit chemische UV-Filter: diese sind auf hormoneller Basis erzeugt und stehen im Verdacht auf Körperfunktionen und Entwicklungsprozesse Einfluss zu nehmen.
Mineralische Sonnenschutzmittel: diese enthalten oftmals Nanopartikel, deren Auswirkungen auf die Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen bisher nicht absehbar ist.

Die AK Oberösterreich hat die gängigsten mineralischen Marken getestet, der VKI hat die Qualität der konventionellen Sonnenschutzmittel unter die Lupe genommen.

Die Haut vergisst nichts

Schützen Sie besonders Kinder! Die HautärztInnen warnen, dass jeder Sonnenbrand, der ja einer Strahlenbelastung gleichzusetzen ist, das Risiko einer Hautkrebserkrankung erhöht.

  • Gehen Sie es langsam an, auch wenn die Haut durch Sonnencreme geschützt ist, sollten Sie nicht zu schnell versuchen Braun zu werden.
  • Der Lichtschutzfaktor-LSF muss dem Hauttyp und der Intensität der Sonneneinstrahlung angepasst werden.
  • Eine halbe Stunde vor dem Sonnenbaden die Creme auftragen und zwar mindestens 35 ml pro erwachsener Person.
  • Alle 2-3 Stunden nachcremen, weil der Lichtschutz sich nach dieser Zeit verflüchtigt. 
  • Mehrmaliges eincremen erhöht nicht den Lichtschutzfaktor und ist daher kein Freibrief für unbegrenztes „Braten".
  • Zusätzlich zu einem hohen LSF schützen Textilien am Zuverlässigsten: Sonnenhut oder Kapperl sind ein Muss; gerade für Kinder gibt es ein Angebot an Bekleidung, die einen Großteil der gefährlichen UV Strahlen abschirmt.
  • Wussten Sie, dass man auch bei bedecktem Himmel und im Schatten braun wird? Also auch an bewölkten Tagen und unter dem Sonnenschirm eincremen.

Auch nicht zu missachten

Laut Schätzungen landen jedes Jahr rund 14.000 Tonnen an Sonnencremen im Meer. Forscher warnen: Die UV-Filter in den Produkten können schädlich für Korallen und andere Meerestiere sein. Und: auch Teile der als wasserfest beschriebenen Produkte landen in den Seen und Meeren! Daher sind in manchen Ländern wie z.B. Hawaii und an einigen UNESCO-Weltnaturerbestätten bestimmte Chemikalien in Sonnenschutzmitteln bereits verboten.

Wenn Sie im Schatten bleiben und die früher angestrebte „noble Blässe" beibehalten, tun Sie nicht nur Ihrer Haut etwas Gutes, auch die Umwelt freut sich.

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