Lesen ist Kino im Kopf (26.12.2017)

Leseförderung beginnt früh

© manfred walker / pixelio.de

Lesen ist rein rational eine Schlüsselkompetenz und Grundvoraussetzung für die Teilhabe am sozialen Leben und die Bewältigung des Alltags. Auf der emotionalen Seite dient Lesen der Selbstverwirklichung: Es regt die Fantasie an, lässt in fremde Welten eintauchen und vermittelt Freude. Leseförderung beginnt aber nicht erst mit dem konkreten Erlernen des Lesens, sondern viel früher. Mit Babys und Kleinkindern zu sprechen, ihnen vorzulesen und Geschichten zu erzählen, weckt die Lust zum selbständigen Lesen. Wenn Kinder ihre Eltern nicht lesen sehen und ihnen nicht vorgelesen wird, haben sie auch selbst keine Lust zu lesen. Schon 15 Minuten gemeinsames Lesen am Tag hilft Kindern, mit Büchern vertraut zu werden.

Tipps für die (frühe) Leseförderung

  • Die Veranstaltungsreihe "Kirangolini" in der Hauptbücherei widmet sich der Lesefrühförderung von Kindern ab dem ersten Lebensjahr. Eltern und Betreuungspersonen erhalten hier außerdem wertvolle Tipps zum Thema Vorlesen.
  • Die STUBE (Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur) sieht es als ihre Aufgabe, „das literarische Angebot für Kinder und Jugendliche vor dem Hintergrund des vielfältigen Medienangebotes zu überblicken, zu erforschen und einzuordnen". Das Angebot reicht von Buchtipps, auch in Form von Themenbroschüren, kritischer Auseinandersetzung mit aktueller Literatur und Trends in der Literatur auf der Website, sowie eines Fernkurses für all jene, die ihr berufliches und/oder privates Interesse an Kinder- und Jugendliteratur vertiefen und ergänzen möchten.
  • Das Projekt "LesepatInnen" soll Freude am Lesen wecken und SchülerInnen mit Leseschwächen gezielt fördern. Um leseschwache VolksschülerInnen zu unterstützen, ist in Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftszentrum des Wiener Hilfswerks das Projekt "LesepatInnen" entstanden. Seit dem Schuljahr 2009/10 kommen ehrenamtliche MitarbeiterInnen des Wiener Hilfswerkes regelmäßig an die Schulen. Sie üben mit jeweils zwei Kindern, die Unterstützung brauchen, das Lesen. Derzeit sind über 1.000 LesepatInnen an den Volksschulen, neuen Mittelschulen und Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik tätig. Bedarf an LesepatInnen gibt es aber dennoch!!

Erster Österreichischer Vorlesetag am 15. März 2018

Für das neu ins Leben gerufene Projekt, das unter dem Motto "Gemeinsamkeit" steht, werden ca. 1000 vorlesefreudige Personen gesucht, die am 15. März 2018 anderen aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen möchten.

Altersbeschränkungen gibt es keine: Erwachsene, Jugendliche und Kinder sind willkommen.

Auch die Orte, an denen die Lesungen am 15. März 2018 stattfinden, sind frei wählbar: Ob zuhause oder in der Kantine, auf Spielplätzen, in Kindergärten, Gemeindesälen, Schulen oder Krankenhäusern - alles ist möglich.

Wer den Österreichischen Vorlesetag aktiv unterstützen möchte, kann sich ab sofort unter www.vorlesetag.eu anmelden. Als Dankeschön erhalten alle VorleserInnen ein eigens gestaltetes Vorlesebuch mit Beiträgen nationaler und internationaler AutorInnen: bei Registrierung bis 8. Jänner 2018 in personalisierter Form. Ab 15. März 2018 ist der Band mit zahlreichen Texten für Kinder und Erwachsene auch im Buchhandel und bei ausgewählten Vorleseaktionen erhältlich - der Reinerlös aus dem Verkauf geht an UNICEF.


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