Das war das Konsumentenpolitische Forum 2017! (24.10.2017)

Rolle der KonsumentInnen weiterhin stärken

© BMASK

Auf den Konsumentenschutz lässt sich aus vielen Blickwinkeln schauen:
 
Aus der Sicht der KonsumentInnen blickt jede/r aus unterschiedlicher Betroffenheit auf Themen des Konsumalltags: So fragen sich Eltern, ob ihre Kinder von scheinbar harmlosen Stofftieren und Puppen ausspioniert werden. Ver- oder überschuldete KonsumentInnen sind unter Umständen konfrontiert mit Fragen zum Privatkonkurs und Basiskonto. MieterInnen sind auf der Suche nach der leistbaren Wohnung.

Aus der Sicht der KonsumentenschützerInnen heißt es die sprichwörtlichen Bälle in der Luft zu halten: zum einen „alte" Themen nicht auszulassen und hartnäckig weiterzuverfolgen, zum anderen ein Gespür für neue Themen zu entwickeln und die Bereitschaft zu haben, Gewohntes und Althergebrachtes kritisch zu hinterfragen und sich auf neue Herausforderungen mit Kreativität einzulassen.


Die Mischung macht's!

Im Rahmen des Konsumentenpolitischen Forums zeigte sich an eineinhalb Tagen der Konsumentenschutz wieder in seiner ganzen Vielfalt und die KonsumentenschützerInnen aus unterschiedlichen Institutionen in ihrem unermüdlichen Bemühen, die Rolle der KonsumentInnen zu stärken und zu verbessern.

So zählt zu den Erfolgsgeschichten 2017 die Änderungen im Privatkonkurs, die mit 1.11.2017 in Kraft treten und ganz wesentliche Verbesserungen für das gesetzliche Schuldenregulierungsverfahren mit sich bringen, womit sie einer langjährigen Forderung der KonsumentenschützerInnen nachkommen. Weiters wurden Erfahrungen nach einem Jahr Basiskonto ausgetauscht, eine Studie „Internet of Toys", die smartes Spielzeug im Visier hat, präsentiert, Probleme im Mietrecht erörtert, Neuerungen im Telekommunikationsbereich diskutiert.

Zwei Gastvorträge aus der Wissenschaft gaben einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen an die Konsumentenpolitik und stellten anhand neuer Produkte wie digitale Inhalte (Download, etc.) oder neuer Vertriebswege (Bündelung von Waren- und Dienstleistungsverträgen - z.B. Mobiltelefon plus Vertrag mit dem Provider) die Frage, ob und inwieweit die teilweise veralteten zivilrechtlichen Bestimmungen den Anforderungen an einen modernen Konsumentenschutz gerecht werden.

Eines ist sicher: langweilig wird es jedenfalls nicht. Auf das kommende Jahr können sowohl KonsumentInnen wie auch KonsumentenschützerInnen gespannt sein!
 


Schnellsuche