100 Ernährungs-Mythen (12.01.2017)

...enträtselt!

(c) Verein für Konsumenteninformation

Wir Menschen glauben gerne an die besondere Wirkung bestimmter Lebens- oder Genussmittel, weil wir hoffen, dabei Angenehmes mit Nützlichem verbinden zu können. Wir halten es für gut und gerecht, dass Schokolade glücklich macht, dass grüner Tee vor Krebs schützt oder hin und wieder ein Glas Rotwein einem Herzinfarkt vorbeugt.

Fakt ist, dass rund um das Thema Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel sowie deren gesundheitliche Wirkungen, viele Gerüchte kursieren. Ob im Internet, in Zeitungen oder im Fernsehen, täglich werden wir mit Ernährungsratschlägen oder mit Behauptungen von krankheitsvorbeugenden Vitaminpräparaten oder Nahrungsergänzungsmittel konfrontiert. Was davon tatsächlich stimmt, lässt sich für LaiInnen meist nicht nachprüfen.


Fundierte Antworten auf 100 Fragen

WissenschaftlerInnen von Medizin-transparent.at an der Donau-Universität Krems, haben in Zusammenarbeit mit dem Verein für Konsumenteninformation (VKI), hundert ernährungsbezogene Aussagen auf deren wissenschaftliche Stichhaltigkeit überprüft und das Ergebnis im Buch „100 Ernährungs-Mythen" veröffentlicht.

Das Buch bietet KonsumentInnen eine objektive Grundlage, mit der sie Aussagen zu gesundheitlichen Wirkungen von Lebensmittel selbst bewerten können. Unter anderem wird mit Hilfe einer Skala - die von "nicht erforscht" bis "hoch" (eine gut abgesicherte Faktenlage) reicht - der Grad der wissenschaftlichen Erforschung dargestellt.


Ernährungs-Mythen aufgedeckt

Wer z.B. annimmt, dass die Einnahme von Multivitaminpräparaten einen lebensverlängernden Effekt hat, kann im Buch nachlesen, dass bisher veröffentlichte Studien diese Wirkung widerlegen. Eine regelmäßige Einnahme von z.B. Betacarotin und Vitamin E kann die Lebenswartung sogar senken. Unter Umständen könnte Vitamin D bei älteren Menschen eine positive Wirkung zeigen.

Auch heißt es immer wieder, dass z.B. Milchprodukte im Alter den Knochenbau stärken können. Der wissenschaftliche Check zeigt, dass Menschen die 40 Jahre oder älter sind und viele Milchprodukte zu sich nehmen, ein Risiko für altersbedingte Knochenbrüche nicht verringern können.

Liebeskummer, schlechtes Wetter oder stressiger Alltag, Schokolade dient als Trost in der Not. Macht sie uns auch wirklich glücklich? Die Antwort - endlich für alle Schokoladefans - lautet möglicherweise ja. Die AutorInnen führen das Verlangen nach Schokolade auf ihren einzigartigen Geschmack und den gemeinsamen Effekten aller Inhaltsstoffe zurück. Damit kann Schokolade unter bestimmten Umständen unsere Laune kurzfristig verbessern.


Service und Bestellung

Bestellungen können beim VKI telefonisch unter 01/588 774 oder online unter www.konsument.at/ernaehrungsmythen getätigt werden.

Das Buch ist auch im Handel erhältlich: 100 Ernährungs-Mythen, Bernhard Matuschak, Bernd Kerschner, Julia Harlfinger, Hrsg. Verein für Konsumenteninformation; Wien 2016; Flexcover, 220 Seiten; ISBN 978-3-99013-060-5; 19,90 € (+ Versandkosten).


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