Memes: Die Lust mit dem Frust (21.11.2018)

Wenn Schüler lästern: Wieviel müssen Lehrende über sich ergehen lassen?

© Gabi Kufs / pixelio.de

Internetaffine Menschen werden „Grumpy Cat" kennen - eine bös dreinschauende Katze mit witzigen Texten. Die Fotos von Grumpy Cat sind Beispiele für sogenannte Memes, für also witzige Wort-Bild-Kombinationen. Bilder werden mit Texten, die eigentlich nicht zusammen passen, vermischt und erhalten dadurch einen eigenen Witz. Zur Erstellung solcher Memes gibt es bereits eigene Programme („meme generator"). Über WhatApp, Snapchat und Co sind Memes schnell verschickt, das Überschreiten des guten Geschmacks wird in dem ein oder anderen Fall bewusst in Kauf genommen.

Was sind Schul-Memes?

Mit Schul-Memes werden insbesondere Lehrkräfte aufs Korn genommen. Memes funktionieren als Ventil - Schüler und Schülerinnen lassen Dampf ab. Dabei kann die Botschaft mehr oder weniger freundlich ausfallen. Und auch wenn Memes grundsätzlich unterhalten sollen, sehen sich Lehrkräfte leider oft mit beleidigenden Memes konfrontiert!

Wie auf beleidigende Schul-Memes reagieren?

Nicht alle Memes, die über die Schule oder konkrete Lehrpersonen veröffentlicht werden, sind automatisch problematisch. Oft reicht es, zu signalisieren, dass man die Bilder kennt und sich davon nicht verunsichern lässt. Das macht Lehrpersonen schnell uninteressant für weitere Memes. Überschreiten die Memes aber Grenzen und sind persönlich und beleidigend, so ist eine Reaktion der Lehrenden oder der Schulleitung absolut notwendig!
Der Verein Saferinternet hat einen Fragenkatalog erstellt, der Lehrkräfte dabei unterstützen soll, die richtige Entscheidung zu treffen:

Am Ende des Fragebogens erhalten die Lehrkräfte Tipps, wie sie sich konkret wehren können.

Warnung an die Memes-Ersteller

Die Veröffentlichung von Fotos, die die Abgebildeten bloßstellen, ist verboten. Durch die Veröffentlichung von Fotos dürfen berechtigte Interessen der Abgebildeten nicht verletzt werden (sogenanntes Recht am eigenen Bild). Daher Achtung beim Verwenden fremder Bilder von Privatpersonen: diese sind urheberrechtlich geschützt, dh. man läuft Gefahr eine Urheberrechtsverletzung zu begehen und das kann teuer werden.

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