Hunger.Macht.Profite. (17.02.2017)

Filmtage zum Recht auf Nahrung

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In den letzten Wochen wurde in manchen österreichischen Supermärkten darauf hingewiesen, dass es auf Grund der winterlichen Bedingungen und des Frostes, unüblicher Weise auch im Süden Europas, zu Lieferschwierigkeiten und Engpässen bei manchen Gemüsesorten kommen kann.

Eine kleine Unbequemlichkeit vielleicht, aber noch lange keine Bedrohung für die ausreichende Versorgung. Aber möglicherweise hat es doch einige zum Nachdenken angeregt, wie sensibel und abhängig die landwirtschaftlichen Betriebe unter Umständen sind. Noch viel kritischer wird es, wenn man das weltweite Agrar- und Lebensmittelsystem betrachtet.


Landwirtschafts-Industrie statt Bauernhof-Idylle

Nicht zuletzt unser Lebensstil und die veränderten Konsumgewohnheiten haben dazu geführt, dass es in anderen Ländern dieser Welt vermehrt zu Landraub, Ökoproblemen und Hunger kommt.

Welche Alternativen gibt es zum industriellen Agrarmodell, sind alternative, kleinstrukturierte Kleinbetriebe nur etwas für unverbesserliche romantische Spinner? Ist die großindustrielle Landwirtschaft wirklich notwendig um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren? Bringt sie zwar den Unternehmen Profite, aber der Natur und den Menschen nicht manchmal mehr Schaden als Nutzen?


Österreichweite Filmtage

Bereits zum 8. Mal widmen sich die Filmtage „Hunger.Macht.Profite." in kritischen Dokumentarfilmen dem Agrar- und Lebensmittelsystem.

Im heurigen Jahr ist das Ackerland der Schwerpunkt der Filmreihe - von Vertreibungen für
Großprojekte bis hin zum Zugang zu Land für landwirtschaftliche NeueinsteigerInnen in Europa.

In den 28 Tagen des Festivals werden auch Filme zu Alternativen wie kleinteiligen und kooperativen Landwirtschaftsmodellen in ganz Europa gezeigt oder die Bedeutung der Frauen in der Landwirtschaft dokumentiert. Nach jedem Film werden lokale Initiativen und FachreferentInnen dem Publikum für Fragen und zur Diskussion zur Verfügung stehen.

„Hunger.Macht.Profite." von 9. März bis 7. April 2017 in verschiedenen Spielorten in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und im Burgenland.

Das Detailprogramm ist Ende Februar auf der Website zu finden.


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