Eine Lanze für die Verbraucherbildung (12.09.2018)

Der lange Weg zum mündigen Verbraucher

© istock/Sozialministerium

In regelmäßigen Abständen schlagen die Medien Alarm: österreichische SchülerInnen würden über zu wenig Wirtschaftswissen verfügen, die Vermittlung von ökonomischen Grundkenntnissen würde an heimischen Schulen nicht in ausreichendem Maße stattfinden - so zuletzt Thema beim Europäischen Forum Alpbach. Wirklich überraschend ist das nicht, auch das Konsumentenbarometer 2017, das alle zwei Jahre erhoben wird, bestätigte mangelndes Finanzwissen bei Erwachsenen. Da wusste gerade etwas mehr als die Hälfte der Befragten, was bei einem Kredit unter dem effektiven Jahreszinssatz zu verstehen ist.

Vermittlung von Alltagskompetenzen

Auch wenn diese Zahl sich im Vergleich zu 2015 etwas verbessert hat, zeigt es, dass das finanztechnische Wissen der Bevölkerung große Lücken aufweist. Lücken, die bereits in jungen Jahren geschlossen werden können bzw. mit den richtigen Informationen gar nicht erst entstehen müssen.

Hier setzt die Verbraucherbildung an: junge Menschen dabei zu unterstützen, eigene Konsum- und Entscheidungskompetenzen zu entwickeln, um den Konsumalltag auch zukünftig gut bewältigen zu können. Und mehr denn je ist es Aufgabe der Schulen bzw. der Lehrkräfte, diese Alltagskompetenzen im Unterricht zu vermitteln.

Die Verbraucherbildung ist als solche nicht im Lehrplan verankert. Seit vielen Jahren unterstützt das Sozialministerium daher Lehrkräfte bei ihrem Engagement, das Unterrichtsprinzip Wirtschaftserziehung und Verbraucher/innenbildung im Unterricht zu thematisieren.

Hier unser Angebot für Lehrkräfte bzw. (in Ausbildung stehende)PädagogInnen:


Materialien für die Elementarpädagogik, Primar- und Sekundarstufe

In Kooperation mit der Schuldnerhilfe OÖ wurden methodenvielfältige Unterrichtsmaterialien sowohl für die Volksschule wie auch für die 8. bis 11. Schulstufe entwickelt, die altersgerecht alle relevanten Bereiche der Verbraucherbildung abdecken. Alle Materialien können über unsere Website www.konsumentenfragen.at heruntergeladen werden.

Für die Kleinsten im Kindergarten steht ein Bilderbuch zur Verfügung. Zwölf Alltagsszenen, liebevoll von Raoul Krischanitz bildnerisch umgesetzt, sollen bereits die Kleinen zum Mitdenken animieren. Themen wie Konsum, Nachhaltigkeit, Energie, Umwelt werden behutsam behandelt und besprochen.

Wie Sie die Materialien im Unterricht bzw. im Kindergarten am besten einsetzen, können Sie in kostenlosen Workshops erfahren. Für die westlichen Bundesländer übernimmt das die SH Oberösterreich; für Wien, NÖ und Burgenland das Sozialministerium.

Näheres erfahren Sie in unserer neuen Broschüre "www.konsumentenfragen.at - unser Angebot für Lehrkräfte und ElementarpädagogInnen", das Ihnen als Download zur Verfügung steht (siehe unten) und in physischer Form über das Broschürenservice bestellt werden kann.


Ausstellung im Wirtschaftsmuseum - COCOLAB

Mit dem cocolab wurde - in Zusammenarbeit mit KünstlerInnen und ExpertInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Konsumentenschutz - eine Dauerausstellung kreiert, die bewusst den Jugendlichen als aktiven, bewussten KonsumentIn (conscious consumer!) in den Mittelpunkt stellt. In 15 Stationen setzen sich die Jugendlichen unter Anleitung spielerisch mit der Bedeutung des eigenen Kaufverhaltens, einschließlich ihrer Folgen auseinander.

Wenn Sie Interesse haben, Ihre Klasse für eine Führung anzumelden, dann finden Sie auf folgender Website nähere Informationen:


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  • Erste Financial Life Park
  • schuldner-hilfe.at